Axa-Umfrage

Wenn Fahrassistenzsysteme zum Risiko werden

Assistenzsysteme in Autos sollen die Sicherheit auf deutschen Straßen erhöhen. 77 Prozent der Deutschen glauben auch daran. Gleichzeitig geben gerade viele junge Leute an, die Technik zu nutzen, um nebenbei was anderes zu machen.
Assistenzsystem im Auto: Erhöht es die Sicherheit? Oder macht es nachlässig?
© shoxee-1/Magnific (KI-generiert)
Assistenzsystem im Auto: Erhöht es die Sicherheit? Oder macht es nachlässig?

Notbremsassistent, Spurhalteassistent oder Tempomat: Moderne Autos piepen viel, doch das hat seinen Zweck. Diese Fahrassistenzsysteme sollen das Autofahren sicherer machen. Und laut einer aktuellen Befragung im Auftrag von Axa sind 77 Prozent der Deutschen überzeugt, dass das auch funktioniert.

41 Prozent der Fahrer in Städten geben an, dass sie durch die Warnsignale ihres Autos schon mindestens eine gefährliche Situation verhindern konnten. Auf dem Land sagen das 34 Prozent.

Systeme können zu leichtsinnigem Verhalten führen

Gibt es aber auch eine Schattenseite der modernen Technik? Durchaus. 44 Prozent der Bundesbürger sind überzeugt, dass sich Menschen mit Fahrassistenzsystemen zu sehr darauf verlassen und dadurch weniger aufmerksam fahren.

19 Prozent der Männer geben an, Fahrassistenzsysteme schon genutzt zu haben, um sich während der Fahrt anderen Tätigkeiten zu widmen. Also einen Happen zu essen oder mal aufs Handy zu schauen zum Beispiel. Bei den Frauen sind es nur 7 Prozent.

Gerade junge Leute nutzen laut der Axa-Umfrage die Technik, um anderes zu machen.   Der Anteil dieser Fahrer in der Altersgruppe liegt bei 48 Prozent. Jungen Männer zeigen sich mit 63 Prozent besonders risikofreudig. Städter haben mit 22 Prozent auch eher einen Hang dazu als Bürger, die auf dem Land wohnen (8 Prozent).

Bedeutung der Technik wird weiter wachsen

„Viele Fahrerinnen und Fahrer verlassen sich zu sehr auf Assistenzsysteme. Wer die Technik als Ersatz für die eigene Aufmerksamkeit versteht, macht aus einem Sicherheitsgewinn schnell ein zusätzliches Risiko. Entscheidend bleibt, dass der Mensch jederzeit die Verantwortung am Steuer behält“, sagt Arne Kleines, Leiter Kraftfahrtversicherungen von Axa.

Mit Blick auf die Zukunft erwarten viele Deutsche eine noch größere Bedeutung der Technologie: 48 Prozent glauben, dass künftige Generationen ohne Fahrassistenzsysteme kaum noch sicher Auto fahren werden können.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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