Nachfrage steigt

Cyberversicherung: Nur 5 Prozent der Firmen abgesichert

Die Nachfrage nach Cyberversicherungen steigt. Das zeigen aktuelle Zahlen des Versichererverbands GDV. Das ist auch gut so, denn aktuell sind nur 5 Prozent der Unternehmen hierzulande gegen die Folgen eines Cyberangriffs abgesichert.
Hacker vor Computer-Bildschirmen: Viele Unternehmen hierzulande haben keine Cyberversicherung.
© DC Studio (mit KI bearbeitet)
Hacker vor Computer-Bildschirmen: Viele Unternehmen hierzulande haben keine Cyberversicherung.

„Nur rund 5 Prozent der Unternehmen sind gegen die Folgen eines Cyberangriffs versichert. Das sagt Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). „Das ist nicht zuletzt angesichts der globalen Sicherheitslage ein Problem. Kein Betrieb ist vor Hackern sicher.“

Immerhin: Die Zahl der gewerblichen Cyberversicherungen legt zu, zeigen aktuelle GDV-Zahlen. 2025 verbuchten die Cyberversicherer ein Plus von 15,7 Prozent auf rund 157.000 Verträge.

Gründe für die schlechte Absicherung

Woran liegt es nun, dass sich nur so wenige Firmen mit einer Cyberversicherung schützen? Laut GDV scheitern viele Unternehmen schon an grundlegenden Anforderungen an die IT-Sicherheit. Und diese fordern Cyberversicherer vor Abschluss eines Vertrags nun mal ein. Nach Erkenntnissen der Versicherer verfügen nur rund ein Drittel der deutschen Unternehmen über hinreichende Schutzmaßnahmen.

Dazu gehören unter anderem:

  • regelmäßige Sicherheitsupdates,
  • verlässliche Backups,
  • klare Zugriffsrechte und
  • funktionierende Notfallpläne.

„Wer privat in den Urlaub fährt, lässt zuhause auch nicht alle Fenster und Türen offen, nur weil ein Einbruch unwahrscheinlich erscheint. Auch in der IT-Sicherheit von Unternehmen braucht es Mindeststandards. Stand heute fehlt es vielfach am Bewusstsein für Cybergefahren“, warnt Käfer-Rohrbach.

Teurere Schäden, niedrige Hürden

Dabei kann Cyberkriminalität in Unternehmen erhebliche Schäden anrichten. Laut aktueller GDV-Statistik kamen 2025 knapp 200 Millionen Euro an Versicherungsschäden zusammen. Der Durchschnittsschaden stieg um 5,8 Prozent auf satte 43.186 Euro.

Gerade Mittelständler sind beliebte Angriffsziele der Hacker. „Die Annahme zu klein oder zu unwichtig zu sein, ist ein gefährlicher Trugschluss“, sagt Käfer-Rohrbach. Künstliche Intelligenz (KI) senkt die Hürden weiter, etwa durch täuschend echte Phishing-Nachrichten oder die schnelle Auswertung großer Datenmengen.

Prävention und Versicherungsschutz spielen zusammen

Allerdings kann KI auch bei der Prävention helfen, etwa, indem sie Verdächtiges früh erkennt. Investitionen in IT-Sicherheit, Mitarbeiterschulungen und weitere Sicherheitsvorkehrungen erhöhen die Sicherheit weiter. Gute IT-Sicherheit verringert also die Risiken, während eine Cyberversicherung Unternehmen bei der Bewältigung der finanziellen und betrieblichen Folgen eines Cyberangriffs unterstützt.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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