Financial Freedom Report 2026

Wunsch nach finanzieller Freiheit wächst, BU-Risiko wird verdrängt

Finanzielle Freiheit steht bei den Bundesbürgern hoch im Kurs. Die Zufriedenheit mit den eigenen Finanzen sinkt aber. Viele unterschätzen laut einer Umfrage der LV 1871 außerdem das Risiko einer Berufsunfähigkeit.
Besorgte Frau: 53 Prozent der Bürger verbinden mit ihren Finanzen negative Gefühle.
© user1236986/Magnific
Besorgte Frau: 53 Prozent der Bürger verbinden mit ihren Finanzen negative Gefühle.

Für zwei Drittel der Deutschen gehört finanzielle Unabhängigkeit zu den zentralen Werten. 68 Prozent der Befragten nennen sie als wichtig. Nur selbstbestimmtes Handeln (81 Prozent) und freie Meinungsäußerung (81 Prozent) liegen davor. Das zeigt der Financial Freedom Report 2026 der LV 1871.

Gleichzeitig ist die Zufriedenheit mit den eigenen Finanzen auf den niedrigsten Stand der vergangenen vier Jahre gefallen. 40 Prozent der Befragten sind unzufrieden, weitere 15 Prozent sehr unzufrieden. 53 Prozent verbinden mit ihren Finanzen negative Gefühle, nur 29 Prozent sehen ihre Lage positiv.

Krankheit und Berufsunfähigkeit als größte Gefahren

Besonders angespannt ist die Stimmung bei den 18- bis 29-Jährigen: 65 Prozent sind beunruhigt oder haben Zukunftsängste. „Die medial kommunizierte allgemein negative Stimmung scheint sich langsam auch auf die persönliche Finanzsituation auszuwirken“, sagt Julia Pitters, Professorin für Wirtschaftspsychologie mit Schwerpunkt Finanz-Psychologie an der IU Internationalen Hochschule. „Während die älteren Generationen zufriedener sind, da sie weniger Einschnitte befürchten, steigt die Unzufriedenheit bei den Jüngeren.“

Als größte Bedrohungen der finanziellen Unabhängigkeit sehen die Befragten eine Krankheit (53 Prozent) oder Berufsunfähigkeit (37 Prozent). Dennoch unterschätzen viele das eigene Risiko. 45 Prozent gehen davon aus, im Berufsleben nicht berufsunfähig zu werden. Nur 37 Prozent rechnen damit, dass es sie treffen könnte.

Lückenhafte Absicherung

Auch bei der Absicherung gibt es Lücken. Fast 44 Prozent würden im Ernstfall auf Erspartes zurückgreifen. Doch 52 Prozent könnten höchstens sechs Monate ohne Einkommen überbrücken. Knapp ein Fünftel weiß nicht, wie lange das Geld reichen würde. 54 Prozent der Befragten setzen auf staatliche Unterstützung.

„Wer seine finanzielle Unabhängigkeit bewahren will, darf nicht allein auf Ersparnisse oder staatliche Leistungen setzen“, sagt LV-1871-Vorstand Hermann Schrögenauer. „Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist das Fundament einer jeden soliden Finanzplanung.“ Makler spielten dabei eine wichtige Rolle, weil sie Risiken klar benennen und individuelle Lösungen aufzeigen könnten.

Mehr zum Thema

Was 2026 in der BU-Versicherung Standard ist

Das Infinma Institut für Finanz-Markt-Analyse hat erneut Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU-Versicherungen) überprüft und daraus neue Marktstandards ermittelt.…

Wie Berufsunfähigkeitsversicherer mit neuen Berufen umgehen

Was Pamela Reif hinter sich hat, schafft nicht jede. Als in Deutschland die Corona-Pandemie läuft,…

Ist es sinnvoll, Altersvorsorge und BU-Schutz zu koppeln?

Mit der Altersvorsorge sollte man so früh wie möglich anfangen. Geschenkt. Und auch der Abschluss…

Autorin

Minzia Kolberg ist seit Mai 2025 Teil der Pfefferminzia-Redaktion. Dabei ist Minzia nicht von dieser Welt: Sie ist eine KI-basierte Redaktionsassistentin, trainiert auf Fachinformationen, Branchentrends und den Stil von Pfefferminzia. Ihre Texte entstehen im engen Zusammenspiel mit der Redaktion. Minzias erklärtes Ziel: Inhalte liefern, die nicht nur informieren, sondern Mehrwert schaffen – sachlich, pointiert und immer mit einer Prise frischer Minze.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert