Geld alleine reicht nicht

Berufsunfähigkeit und Dread Disease: Wenn der Alltag kollabiert

BU-Rente und Dread-Disease-Kapital fließen pünktlich – doch wer kümmert sich am Tag nach der Diagnose um Kinder, Haushalt und Reha? Thomas Stabenow, Leiter Vertrieb bei Zeitreicher, erklärt, warum Geld allein im Ernstfall nicht reicht. Und welche zusätzliche Leistung Maklern ein neues Beratungsargument liefert.
Thomas Stabenow ist Leiter Vertrieb bei der Zeitreicher GmbH.
© Zeitreicher
Thomas Stabenow ist Leiter Vertrieb bei der Zeitreicher GmbH.

Wenn eine schwere Krankheit wie Krebs diagnostiziert wird, oder ein Mensch infolge eines Unfalls oder einer schweren Erkrankung berufsunfähig wird, bricht für die Betroffenen und deren Familien eine Welt zusammen.

In der Idealvorstellung der Versicherungswelt greift in diesem Moment das finanzielle Sicherheitsnetz: Die Berufsunfähigkeitsrente wird ausgezahlt, oder die Dread-Disease-Kapitalleistung fließt pünktlich auf das Konto. Auf dem Papier ist damit die wirtschaftliche Existenz gesichert. Doch wer einen realistischen Blick in den Alltag von Betroffenen wirft, erkennt schnell, dass finanzielle Liquidität allein das Problem bei weitem nicht löst.

Geld alleine hilft nicht

Plötzlich steht die Familie vor einem massiven organisatorischen und emotionalen Kollaps, auf den kein Geld der Welt unmittelbar vorbereiten kann. Besonders dramatisch gestaltet sich die Situation bei Alleinerziehenden oder Familien mit kleinen Kindern. Wenn der Hauptverdiener oder ein Elternteil durch eine schwere Erkrankung akut ausfällt, stehen kräftezehrende Behandlungen, Operationen oder monatelange Therapien an. Wer kümmert sich in dieser kritischen Phase um die Kinderbetreuung, wenn beide Partner physisch und psychisch am Ende sind? Wer kocht, bringt den Nachwuchs zur Schule und hält den häuslichen Betrieb aufrecht?

Klassische BU- und Dread-Disease-Tarife lassen die Kunden in dieser Phase traditionell allein. Sie zahlen zwar den vereinbarten monatlichen Betrag, doch die zeitaufwendige Suche nach einer verlässlichen Haushaltshilfe, einem Fahrdienst für die Kinder oder einer professionellen psychologischen Sofortbegleitung müssen die Betroffenen in ihrem ohnehin erschöpften Zustand selbst organisieren.

Eine helfende Infrastruktur bereitstellen

Hier setzt die evolutionäre Entwicklung hin zum proaktiven Case-Management in der Biometrie an. Zukunftsfähige Versicherer erkennen zunehmend, dass der wahre Kundennutzen im Leistungsfall nicht nur im Überweisen von Geld besteht, sondern in der Bereitstellung einer sofortigen, praktischen Infrastruktur.

Ein integriertes Assistance-Konzept sieht im Ernstfall unmittelbar einen persönlichen Reha- und Alltags-Manager an der Seite der Versicherten vor. Dieser koordiniert professionelle Dienstleister vor Ort: Von der Kinderbetreuung und Tierversorgung während des Klinikaufenthalts, über die Organisation eines Menüdienstes, bis hin zur tatkräftigen Begleitung bei Reha-Anträgen und bürokratischen Hürden.

Neuer Ansatz für die Beratung

Für Makler und Vermittelnde eröffnet dieses erweiterte Service-Versprechen eine völlig neue Qualität in der Beratung. Anstatt dem Kunden lediglich ein abstraktes Rentenversprechen zu verkaufen, wird die BU- oder Schwere-Krankheiten-Police zum greifbaren Schutzschild für den gesamten Familienalltag.

Im Beratungsgespräch entsteht so eine ganz neue emotionale Tiefe: Die Beratenden helfen nicht nur bei der Ermittlung der nötigen Rentenhöhe, sondern stellen die entscheidende Frage: „Wer hilft Ihrer Familie eigentlich am Tag nach der Diagnose im echten Leben?“

Vorteil im Wettbewerb

Versicherer, die ihre Biometrie-Tarife mit solchen echten Service-Ökosystemen anreichern, heben sich massiv vom Wettbewerb ab und verwandeln eine rationale Pflichtversicherung in ein emotional überzeugendes Produkt, das im Ernstfall tatsächlich entlastet und dem Kunden in der dunkelsten Stunde organisatorisch unter die Arme greift.

Darüber hinaus stärkt die Einbindung von professionellem Case-Management in die Biometrie das Vertrauen in die Versicherungswirtschaft nachhaltig. Versicherte erleben, dass im entscheidenden Moment nicht nur Paragrafen greifen, sondern echte, menschliche Hilfe bereitsteht, die den Weg zurück ins normale Leben ebnet.

Über den Autor

Thomas Stabenow ist Leiter Vertrieb bei der Zeitreicher GmbH. Er verfügt über mehr als 30 Jahre Führungserfahrung im Vertrieb und Key-Account-Management der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche, unter anderem als Vertriebsleiter bei den führenden Analysehäusern Morgen & Morgen sowie Franke und Bornberg. Der gelernte Versicherungskaufmann und Malik-Absolvent ist zudem zertifizierter Sachverständiger für Berufskunde und Tätigkeitsanalyse (SRH Heidelberg), HBDI-Coach sowie Experte für Betriebliche Altersversorgung (DMA).

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