Vema und Cyberdirekt kooperieren

Cyberversicherung soll zum Makler-Standardprodukt werden

Drei von vier deutschen Unternehmen wurden bereits Opfer eines Cyber-Angriffs. Trotzdem sind Cyberversicherungen im Mittelstand noch immer die Ausnahme. Die Maklergenossenschaft Vema und die Technologieplattform Cyberdirekt starten nun eine strategische Kooperation, um das zu ändern.
Wollen die Cyberversicherung zum Standardprodukt machen (v.l.): Johannes Neder, Vema, und Ole Sieverding, Cyberdirekt.
© Vema/Cyberdirekt
Wollen die Cyberversicherung zum Standardprodukt machen (v.l.): Johannes Neder, Vema, und Ole Sieverding, Cyberdirekt.

Rund 72 Prozent der deutschen Unternehmen waren schon einmal Ziel eines Cyber-Angriffs. Das geht aus Umfragen des Digitalverbands Bitkom hervor. Trotz dieses Risikos hat sich bisher nur eine Minderheit der Firmen mit einer Cyberversicherung gegen die finanziellen Folgen eines Angriffs versichert.

Die Maklergenossenschaft Vema und die Technologieplattform für den Vertrieb von Cyberversicherungen und Präventionsleistungen, Cyberdirekt, nehmen das zum Anlass für eine strategische Kooperation, die diese Lücke strukturell schließen soll.

Vema-Makler erhalten Zugang zu Cyberdirekt-Plattform

Konkret erhalten die mehr als 5.000 Maklerbetriebe mit über 35.000 Mitarbeitenden im Vema-Netzwerk Zugang zur Cyberdirekt-Plattform. Das läuft über das Vema-Portal. Dort können sie Cyber-Risiken qualitativ bewerten, Versicherungen vergleichen, Kunden beraten und Policen volldigital abschließen.

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Das gilt für Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 250 Millionen Euro und Versicherungssummen bis zu 7,5 Millionen Euro. Ergänzt wird das Angebot durch Präventionsleistungen und den Zugang zu einem professionellen Krisendienstleister im Schadenfall.

„Cyber-Absicherung ist für viele Maklerkollegen noch kein Standardprodukt. Daher möchten wir ihnen alles an die Hand geben, was ihnen eine optimale Beratung ihrer Kunden in diesem Bereich erleichtert“, sagt Johannes Neder, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Vema.

KI sorgt für neue Cybergefahren

Hintergrund ist auch die sich verschärfende Bedrohungslage: Die rasante Verbreitung generativer künstlicher Intelligenz (KI) macht Cyber-Angriffe günstiger, skalierbarer und gefährlicher – und erhöht damit den Beratungsbedarf für Makler erheblich.

Die Cyberversicherung dürfe vor diesem Hintergrund kein Nischenprodukt für Spezialisten bleiben, warnt Cyberdirekt-Geschäftsführer Ole Sieverding. „Sie muss für Makler und Betriebe so selbstverständlich werden wie die Betriebshaftpflicht- oder Gebäudeversicherung.“

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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