Neues Rating

Sachversicherer noch nicht sonderlich nachhaltig

Ein neues Rating befasst sich damit, wie nachhaltig Sachversicherer in Deutschland sind. Dabei ist bei der Erstausgabe offenbar noch Luft nach oben.
© picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres
Elektro-Auto beim Tanken: Andere Anforderungen als ein Benziner

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, geben Versicherer in Deutschland noch kein allzu grünes Bild ab. Das melden die Greensurance Stiftung und die Hochschule für Technik Stuttgart im Rahmen ihres Nachhaltigkeits-Ratings für Sachversicherungen. Positiv hervor stechen dabei die Ostangler Brandgilde, die Schwarzwälder Versicherung und die Waldenburger Versicherung. Schlusslicht ist die VHV Allgemeine Versicherung. Die gesamte Rangliste zeigt die folgende Grafik.

Insgesamt haben sich die Analysten 19 Sachversicherer angesehen. Ins Rating flossen mehr als 300 Einzelindikatoren, die unter anderem folgende Fragen behandeln (wir zitieren):

  • Tragen die Produkte dazu bei, den CO2-Ausstoß zu verringern?
  • Erhalten Verbraucher:innen im Schadensfall als Ersatz eine klimafreundliche Variante – etwa smarte Heizungssysteme mit regenerativen anstatt fossilen Energien?
  • Sind die Versicherungen darauf eingestellt, dass ein E-Auto andere Anforderungen als ein Benziner hat?

Anschließend haben sie die Einzelwerte in folgende Kategorien unterteilt und gewichtet:

  • Klima (25 Prozent)
  • Produkt und Schaden (25 Prozent)
  • Kapitalanlage (15 Prozent)
  • gute Unternehmensführung (Governance, 15 Prozent)
  • Soziales (7,5 Prozent)
  • Ökonomie (7,5 Prozent)
  • Umweltressourcen (5 Prozent)

Das Rating ist neu im Rahmen des Projekts Native entstanden. „Wir haben mit dem Sachversicherungsrating eine Lücke im Bereich der Transparenz geschlossen und das war längst überfällig“, sagt Greensurance-Chef Marcus Reichenberg

Mehr zum Thema

Kleinere Firmen haben mehr Interesse an Nachhaltigkeit

Mittelständler sind sich sicher, dass Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung gewinnen wird. Fast jedes dritte Unternehmen…

Klimawandel könnte Deutschland 730 Milliarden Euro kosten

Gelingt es nicht, die Erderwärmung zu stoppen und auf 1,5 Grad zu begrenzen, würde das…

„Taxonomie ist nur ein Teil der Lösung“

Pfefferminzia: Sind Atom- und Gaskraftwerke wirklich nachhaltig? Jan Wicke: Die Anfang Februar von der Europäischen…

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert