Studie zur Altersvorsorge: Es wird nicht besser

Jahrelange Diskussionen bringen rein gar nichts

Eine aktuelle Studie dreht sich um Spar- und Investmentstrategien der Deutschen und stellt fest: Die Befragten wollen zwar einen angenehmen Lebensabend verbringen. Dafür vorsorgen mögen jedoch nur wenige. Warum wir nicht sparen.
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© Getty Images
Rentnerin am Geldautomat: Bei deutschen Sparern ist das Sparbuch immer noch ganz groß geschrieben. Eine ausreichende Altersvorsorge ist damit indes kaum möglich.

Nur rund jeder dritte Sparer in Deutschland ist generell bereit, Altersvorsorge zu betreiben. Ein weiteres Drittel der Sparer tut es schon. Bedenklich ist allerdings: 41 Prozent haben überhaupt keine Absicht, für die Rente zu sparen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsinstituts Nielsen.

Dass der Zinseszinseffekt und damit auch die Zeit wichtige Faktoren der Altersvorsorge sind, ist bekannt. So wissen 49 Prozent der Befragten, dass sie 20 Jahre und mehr sparen müssen, um eine gute Rente zu erhalten. Dennoch: 63 Prozent der Studienteilnehmer erwarten, im Alter schlechter dazustehen als die eigenen Eltern. Aktiv werden wollen sie trotzdem nicht.

Ein Grund für den geringen Vorsorge-Willen: Das Misstrauen gegenüber Spar- und Anlageangeboten ist groß. So sparen laut Studie immer noch 68 Prozent der zukünftigen Rentner auf ihrem Sparbuch. 52 Prozent haben eine klassische private Rentenversicherung und 27 Prozent zahlen in eine Lebensversicherung ein.

Ein offensichtlicher Rückschluss aus der Studie ist die Einsicht, dass die Aufklärung zum Thema Altersvorsorge trotzt zahlreicher Kampagnen und Initiativen nach wie vor in den Kinderschuhen steckt. So auch das Fazit von Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland: „Auch jahrelange Diskussionen um unsere Alterssicherung haben die Deutschen anscheinend bislang nicht veranlasst, umzudenken und zusätzlich Geld auf die hohe Kante zu legen.“

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