Studie bescheinigt Luft nach oben

Das sind die derzeit besten Fondspolicen

Das Angebot an Fondspolicen in Deutschland könnte besser sein, findet ein Analysehaus aus Hamburg. Vor allem die Fondsauswahl ist demnach oft noch dünn. Trotzdem gibt es sehr gute Tarife. Hier lesen Sie, welche das sind.
Dirk Rathjen (links), Vorstand des Instituts für Vermögensaufbau, und Thorsten Dorn, Geschäftsführer bei Smart Asset Management Service
© Smart Asset Management Service / IVA
Haben Fondspolicen analysieren lassen: Dirk Rathjen (links), Vorstand des Instituts für Vermögensaufbau, und Thorsten Dorn, Geschäftsführer bei Smart Asset Management Service

Das Hamburger Beratungsunternehmen Smart Asset Management Service zürnt mit den Anbietern von Fondspolicen. Angeblich hat sich die Qualität der Investments im Vergleich zu den Vorjahren kaum verbessert. Zumindest legt das der aktuelle „Fondspolicenreport“ nahe, den die Hamburger jetzt zusammen mit dem Institut für Vermögensaufbau veröffentlicht haben.

Dessen Vorstand Dirk Rathjen stellt klar:

In der Breite existiert ein größeres Einzelfondsangebot als vor einem Jahr, das hat aber keine positiven Auswirkungen auf die Qualität. Es bleibt also dabei: Die Investmentqualität hat noch viel Luft nach oben. Die an die Kunden kommunizierten Zielrenditen sind teilweise zu optimistisch. Versicherer sind gut beraten, ihr Fondsangebot nach qualitativen Aspekten zu überprüfen und zu verbessern.

Gleichwohl haben die Analysten einige sehr gute Tarife ermittelt. Für den Bericht betrachteten sie 21 am Markt verbreitete Tarife. Mögliche Kunden teilten sie in vier Gruppen ein: defensiv, ausgewogen, wachstumsorientiert, maximale Rendite. Das sind auch die vier Kategorien, die in der Anlageberatung üblich sind.

Weiterhin betrachteten sie Regeln und Methoden der strategischen Asset-Allokation, also der langfristig ausgerichteten Anlagestrategie. Das Risiko maßen sie nicht wie sonst üblich über die Volatilität (Schwankungsstärke in Prozent um die mittlere Rendite). Stattdessen zogen sie den maximalen Kursverlust über ein Jahr heran, den sogenannten Maximum Drawdown (MDD). Sie empfinden ihn als für Kunden und Berater leichter verständlich.

Für die Analyse indes versuchten sie, in die Zukunft zu schauen. Sie unterstellten Entscheidungen eines Investment-Komitees und mögliche Renditen und Risiken in den kommenden Jahren. Das macht die ganze Analyse etwas vage, trotzdem liefert sie Einblicke in Renditekraft, Transparenz und Fondsauswahl der Tarife. Mehr dazu lesen Sie auf der zugehörigen Internetseite. Dort finden Sie die komplette kostenpflichtige Studie mit allen Zahlen und Tarifen und eine abgespeckte, kostenlose Variante mit den Highlights.

Im Rahmen der Studie ermittelten die Analysten ein Gesamt- und mehrere Teilergebnisse. Hier zunächst die vier insgesamt „sehr guten“ Tarife:

  • Premium Fondsrente 2.0 der WWK
  • Maxxellence Invest (D) der Standard Life
  • Mein Plan (FRV) der LV1871
  • Swiss Life Investo der Swiss Life

In der Teilwertung „Flexibilität & Transparenz“ schnitt die Swiss Life mit Investo „hervorragend“ ab, gefolgt von fünf „sehr guten“ Tarifen:

  • Yourlife Netto Plus (Liechtenstein Life)
  • Invest Vario Tarif FRN (Basler)
  • Iris (Interrisk)
  • Mein Plan (LV1871)
  • Maxxellence Invest (Standard Life)

Seite 2: Die Sieger in den einzelnen Kategorien

Defensiv

Bei allen Tarifen ist die Auswahl an Rentenfonds noch ausbaufähig, heißt es im Bericht. Beispiele seien Fonds für kurzlaufende Anleihen und für Unternehmensanleihen. Die fünf besten Tarife sind:

  1. Premium Fondsrente 2.0 (WWK)
  2. Clevesto Select (Helvetia)
  3. FR10 (Alte Leipziger)
  4. Maxxellence Invest (Standard Life)
  5. Cleverinvest Privatrente (HDI)
Ausgewogen

In dieser Kategorie darf die Aktienquote auf 60 Prozent steigen. Damit wirken die Tarife schon etwas flexibler, weil das Angebot an Aktienfonds deutlich größer ist als an Rentenfonds. Trotzdem fällt der Mangel an Rentenfonds ins Gewicht. Hier die Top 5:

  1. Premium Fondsrente 2.0 (WWK)
  2. Maxxellence Invest (Standard Life)
  3. Rente Balance (Ergo)
  4. FR10 (Alte Leipziger)
  5. Yourlife Netto Plus (Liechtenstein Life)
Wachstum

Hier liegt die Aktienquote bei 100 Prozent. Das Portfolio soll sich laut Studie in Kern- und Satelliten-Investments aufteilen (Core-Satellite-Strategie). Bei den Kernanlagen bescheinigt die Studie den Anbietern ein regelrechtes Überangebot an Aktienfonds. Dagegen bleiben manche Satelliten-Kategorien, zum Beispiel Nebenwerte, zum Teil komplett außen vor. Hier die Top 5:

  1. Premium Fondsrente 2.0 (WWK)
  2. Rente Balance (Ergo)
  3. Maxxellence Invest (Standard Life)
  4. Mein Plan (LV1871)
  5. FR10 (Alte Leipziger)
Maximale Rendite

Das erstmalig erstellte Kundenprofil soll die höchsten Renditen liefern und hat entsprechend Schmackes. Die Satelliten sollen eine größere Rolle spielen als in der Kategorie „Wachstum“. Weshalb auch die dortigen Mängel in den Nischenangeboten hier stark ins Gewicht fallen. Hier die Top 5:

  1. Premium Fondsrente 2.0 (WWK)
  2. Mein Plan (LV1871)
  3. Maxxellence Invest (Standard Life)
  4. Congenial Privat C78 (Condor)
  5. Swiss Life Investo (Swiss Life)

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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Eine Antwort

  1. Sehr geehrter Herr Harms,
    ich möchte Sie hiermit auf die Private Wealth Police aufmerksam machen. Eine Liechtensteiner Lebensversicherung der Vienna-Life AG ohne Einschränkungen auf das Fondsuniversum. Zudem möchte ich darauf hinweisen, dass die Qualität einer Fondspolice auch durch die Möglichkeiten der Vertragsgestaltungen eine wesentliche Rolle spielt. Details zur PWP finden Sie auf der Webseite unter http://www.private-wealth-police.de. Dort kann man sich auch kostenlos das eBook zum Vermögensschutz, Vermögensnachlass und Vermögensmanagement downloaden.
    Viele Grüße
    Rolf Klein

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