Altersvorsorge

Generation Z vertraut ETFs und nicht der Rentenkasse

Eine Umfrage zeigt: Etwa jeder Zweite der jungen Generation rechnet nicht mit einer gesetzlichen Rente. Die Angst vor Altersarmut ist hoch. Die Köpfe werden aber nicht in den Sand gesteckt.
Generation Z: Sorge vor Altersarmut
© Magnific.com
Generation Z: Sorge vor Altersarmut

Die gesetzliche Rente hat keinen guten Stand bei der Generation Z. Nur etwa die Hälfte (49 Prozent) der 18- bis 30-Jährigen rechnet damit, später überhaupt Geld aus der Rentenkasse zu erhalten. Und nur 5 Prozent glauben, dass das auskömmlich sein werden. Das zeigt eine Umfrage von Forsa im Auftrag von ING Deutschland und Visa unter 1.000 Menschen zwischen 18 und 30 Jahren. In der letztjährigen Umfrage erwarteten immerhin noch 56 Prozent eine gesetzliche Rente im Ruhestand.

Da wundert es wenig, dass Altersarmut zu den Top-3-Sorgen der jungen Generation zählt. Viele tun aber bereits etwas. So geben 53 Prozent an, für die Altersvorsorge zu sparen.

Altersvorsorgedepot: Interesse vorhanden

Ab 2027 sollen die Deutschen privat auch mit dem neuen Altersvorsorgedepot für den Ruhestand vorsorgen können. Der Staat fördert die Einzahlungen durch Zulagen. Wertsteigerungen und Erträge werden nicht beim Sparen, sondern erst bei der Auszahlung besteuert. Das Altersvorsorgedepot findet die Mehrheit der Gen Z (65 Prozent) attraktiv. Allerdings kennen es bei weitem noch nicht alle. Bei den jungen Männern sind es 66 Prozent, bei den Frauen nur 50 Prozent.

Insgesamt meinen 85 Prozent der 18- bis 30-Jährigen, dass sie einen guten Überblick über ihre Finanzen haben. Zwei von drei Befragten fällt es sogar eher oder sehr leicht, regelmäßig Geld anzulegen.

„Die Analyse zeigt, dass die Gen Z ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand nimmt“, sagt Lars Stoy, Vorstandsvorsitzender der ING Deutschland. „Das Altersvorsorge-Depot trifft damit bei vielen jungen Erwachsenen einen Nerv. Damit aus Offenheit echte Vorsorge wird, braucht es einfache, verständliche und kostengünstige Angebote.“

Gen Z bevorzugt ETFs

Bei der jetzigen Vorsorge stehen vor allem ETFs hoch in der Gunst der jungen Generation, wie eine zusätzliche Auswertung anonymisierter Daten von rund 1,1 Millionen jungen ING-Kundinnen und -Kunden zeigt. Knapp die Hälfte (47 Prozent) der jungen Depotkunden spart regelmäßig per Wertpapiersparplan, im Durchschnitt etwa 365 Euro pro Monat. 90 Prozent dieser Einzahlungen fließt in ETFs.

Besonders beliebt sind ETFs auf global gestreute Indizes wie den MSCI World oder den FTSE All-World. Das durchschnittliche Depotvolumen stieg binnen eines Jahres von 14.600 auf 17.800 Euro. Selbst in schwankungsreichen Marktphasen bleiben die jungen ING-Kunden gelassen: In der jüngsten Phase erhöhter Marktvolatilität habe sich ihr Handelsverhalten kaum verändert, heißt es von ING.

Mehr zum Thema

So diszipliniert bleiben ETF-Anleger

Ist es wirklich so einfach, wie vor allem Verbraucherschützer gern annehmen? Wer vorsorgen will, spart…

Altersvorsorge für Unternehmer: Mehr als ETFs und Versicherungen

Wenn es ein Thema gibt, das ich in den vergangenen Jahren immer wieder mit einer…

Die fünf größten Irrtümer über die Beratung der Gen Z

Über die Generation Z (Gen Z) gibt es zahlreiche Mythen und Missverständnisse. Eins davon: „Die…

Autorin

Sabine

Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert