Anlegerstudie

Geldanlage: Jüngere investieren lieber in Aktien und Kryptos

In der Geldanlage zeigen sich zum Teil deutliche Generationen-Unterschiede. Junge Menschen wagen sich vermehrt an die Finanzmärkte und nutzen digitale Zugänge. Ältere Generationen mögen es lieber klassisch. Bei einer Sache sind sich aber alle einig.
Person analysiert Finanzcharts auf Laptop für unterschiedliche Anlageentscheidungen.
© chanwichit_khuyngern/Freepik
Digitaler Zugang zur Geldanlage ist besonders bei den jüngeren Generationen beliebt, zeigt die Anlegerstudie der Barmenia-Gothaer.

Egal, ob jung oder alt: Der wichtigste Aspekt für die Geldanlage ist Sicherheit. Das ist ein zentrales Ergebnis der diesjährigen Barmenia-Gothaer-Anlegerstudie. Diese zeigt aber nicht nur Einigkeit, sondern auch viele Unterschiede zwischen den Generationen, so eine genauere Auswertung der Zahlen durch den Versicherer.

Fonds und Krypto statt Lebensversicherung

Beispiel Anlageform: Insgesamt ist der Anteil der Personen, die in Fonds und Aktien investieren, seit 2018 gestiegen. Bei Fonds von 20 auf 38 Prozent, bei Aktien von 18 auf 35 Prozent. Auffällig dabei ist, dass jüngere Anlegerinnen und Anleger häufiger in Fonds und Aktien investieren als ältere. Bei den jungen Erwachsenen unter 30 Jahren halten 46 Prozent Fonds, bei der Generation 60plus sind es nur 30 Prozent.

Ausgeprägt ist der Unterschied auch bei  Kryptowährungen. Bei den unter 30-Jährigen legen 19 Prozent Geld in Bitcoin und Co. an. Bei den über 60-Jährigen sind es lediglich 2 Prozent. Ältere Generationen setzen stärker auf klassische Anlageformen wie Immobilien, Lebensversicherungen sowie Fest- und Tagesgeld. Vor allem bei den 45- bis 59-Jährigen sind diese Anlagen besonders verbreitet.

Verzicht auf Rendite für Nachhaltigkeit

Auch beim Thema Nachhaltigkeit zeigt sich der Generationen-Unterschied deutlich – allerdings gar nicht so sehr zwischen Jung und Alt. 67 Prozent der unter 30-Jährigen bewerten Nachhaltigkeit bei der Geldanlage als eher oder sehr wichtig – mehr als in jeder anderen Altersgruppe. Die zweithöchste Zustimmung findet sich bei den über 60-Jährigen (54 Prozent). Bei den Altersgruppen dazwischen spielt Nachhaltigkeit eine weniger wichtige Rolle. Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es 49 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen 44 Prozent.

Bei den unter 30-Jährigen wären zudem 65 Prozent bereit, für Nachhaltigkeit auf Rendite zu verzichten – im Durchschnitt über alle Altersgruppe sind es nur 51 Prozent.

Junge mögen digitale Zugänge

Große Unterschiede gibt es ebenfalls beim Zugang zur Geldanlage. Bei den 18- bis 29-Jährigen nutzen 43 Prozent digitale Plattformen, 31 Prozent investieren über Online-Broker. In der Altersgruppe ab 60 Jahren hingegen bleibt die Bank mit 70 Prozent der wichtigste Zugang.

Die Grafik zeigt die bevorzugten Anlagewege der Deutschen. Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken. Quelle: Barmenia-Gothaer

 

Mehr zum Thema

ETFs: Bekannt, aber nicht verstanden

Exchange Traded Funds (ETFs) erfreuen sich zunehmender Beliebtheit in Deutschland. Auch über die meisten Fondspolicen…

Aktien, Gold, Kryptos: Was bringt Rendite – und was kostet nur Nerven?

Immer, wenn es mal wieder an den Aktienmärkten rappelt, besinnen sich Anleger zurück auf das…

Wie Glück und Timing über den Auszahlplan bestimmen

Es sind doch nur drei Jahre. Doch in denen kann am Aktienmarkt viel passieren. Sehr…

Autorin

Sabine

Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert