GDV-Umfrage

Große Mehrheit will private Rente mit Garantien

Die meisten Deutschen befürchten, dass ihre Rente zu gering ausfallen wird. Bei den Befragten stehen daher Garantieprodukte hoch im Kurs, um sie aufzubessern. Die Ergebnisse einer repräsentativen GDV-Umfrage in der Übersicht.
Älteres Ehepaar sitzt auf Bank: Die meisten Deutschen fürchten sich vor einer zu geringen Rente im Alter.
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Älteres Ehepaar sitzt auf Bank: Die meisten Deutschen fürchten sich vor einer zu geringen Rente im Alter.

Zwei Drittel der Menschen glauben nicht, dass ihre gesetzliche Rente im Alter ausreichen wird. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Gesamtverbands der Versicherer (GDV) gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey. Civey befragte im März 2025 online 5.000 Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren – darunter 2.500 Personen, die noch nicht in Rente sind, sowie 1.000 mit privater Altersvorsorge.

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„Die paradoxe Realität ist: Wer am dringendsten vorsorgen müsste, kann es am wenigsten“, so GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. „Menschen mit geringeren Rentenerwartungen haben oft nicht die finanziellen Mittel für zusätzliche Vorsorge.“

Die Umfrageergebnisse unterstreichen, dass der großen Mehrheit Garantien in der Altersvorsorge wichtig sind: Garantieleistungen – dazu gehören ein Mindestkapital zu Rentenbeginn oder auch die lebenslange Auszahlung – sind 83 Prozent wichtig, fast zwei Drittel finden sie sogar „sehr wichtig“.

Rente ist eine gesellschaftliche Herausforderung von hoher Tragweite

Altersvorsorge ist mehr als eine individuelle Lebensentscheidung – sie ist eine gesellschaftliche Herausforderung von enormer Tragweite“, sagt Asmussen.

„Das sieht man auch daran, dass der Anteil unter den Wählerinnen und Wählern am linken und rechten Rand des Parteienspektrums noch einmal höher ist. Wenn sich über 80 Prozent dieser Menschen darum sorgen, wie sie ihr Alter absichern, dann ist das ein Warnsignal – und auch eine Frage des gesellschaftlichen Zusammenhalts.“ Denn wer heute nicht vorsorgen kann, wird aus Asmussens Sicht morgen abgehängt: „Wir brauchen eine gemeinsame Anstrengung für mehr Vertrauen in die Vorsorgesysteme.“

Altersvorsorge-Pessimismus ist hoch

Der Pessimismus bezüglich der Rente ist im gesamten Land hoch, aber es gibt auch Unterschiede je nach Alter oder auch Region. Besonders groß ist die Skepsis bei jungen Erwachsenen:

  • In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen glauben nur 18 Prozent, dass ihre gesetzliche Rente später ausreichen wird.
  • Und während in Ostdeutschland 73 Prozent der Menschen erwarten, dass ihre gesetzliche Rente im Alter nicht reichen wird – sind es im Westen 65 Prozent.

Auch deshalb ist die Bereitschaft zur Eigenvorsorge hoch: Zwei Drittel der Befragten geben bereits heute an, dass es ihnen wichtig ist in die private Altersvorsorge zu investieren. Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch bei Beamtinnen und Beamten sowie leitenden Angestellten. Ebenso ist der Anteil höher in Regionen mit hoher Kaufkraft.

Autorin

Barbara Bocks ist seit 2011 als Journalistin im Wirtschafts- und Finanzbereich unterwegs. Von Juli 2024 bis Dezember 2025 war sie als Redakteurin bei der Pfefferminzia Medien GmbH angestellt.

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