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Die Zahl der ETF-Anleger in Deutschland wächst und wächst und wächst. So ist die Zahl der aktiven ETF-Anleger – gemessen an Käufen im Zeitraum Januar bis März des jeweiligen Jahres – seit 2022 von 629.000 auf 1,3 Millionen gestiegen. Das hat eine aktuelle Auswertung anonymisierter Kundendepots der ING Deutschland ergeben.
Parallel dazu hat auch der Anteil der Direkt-Depot-Kunden mit mindestens einem ETF im Depot von 922.000 auf 1,8 Millionen zugelegt. Gemessen an allen Depot-Kunden hat sich ihr Anteil von 41 Prozent auf 55 Prozent deutlich ausgeweitet.
„Das zeigt, dass ETFs sich in letzten Jahren zu einer der beliebtesten Form der Geldanlage und dem langfristigen Vermögensaufbau entwickelt haben“, erläutert Thomas Dwornitzak, Leiter Investieren bei ING Deutschland.
Besonders deutlich zeigt sich das Wachstum bei Anlegerinnen: Während die Zahl der Anleger von 384.000 auf 755.000 und damit um 96 Prozent wuchs, stieg die Zahl der aktiven ETF-Anlegerinnen von 245.000 auf 581.000 und mit 137 Prozent deutlich stärker als die ihrer männlichen Pendants. Damit haben Frauen gegenüber Männern erheblich aufgeholt.
Trotz des starken Wachstums bleibt aber ein Unterschied beim Investitionsvolumen: Im Schnitt investieren Männer 167 Euro in Sparpläne (2022: 153 Euro), während Frauen mit 141 Euro leicht darunter liegen (2022: 132 Euro).
Auch beim gehaltenen Investmentvolumen bestehen noch Unterschiede: So beträgt das durchschnittliche Kapital in ETFs der Männer 46.000 (2022: 33.000 Euro). Das der Frauen 33.000 Euro (2022: 26.000 Euro). Beide Gruppen setzen auf eine breite Diversifikation im Hinblick auf Produkte und halten im Schnitt je 6,2 (Männer) und 5,2 (Frauen) unterschiedliche ETFs.
Auch nach Alterskohorten zeigt die Auswertung klare Unterschiede. So spart die Gruppe der 30- bis 49-Jährigen mit einer durchschnittlichen Sparrate von 173 Euro am meisten, dicht gefolgt von den 18- bis 29-Jährigen mit 171 Euro pro Monat.
„In beiden Altersgruppen haben die Sparraten mit 17 und 21 Prozent im Vergleich zu 2022 deutlich zugelegt. Ein Zeichen dafür, dass die Generationen den langfristigen Vermögensaufbau im Blick haben und dem Kapitalmarkt offen gegenüberstehen“, so Dwornitzak.
Die unter 18-Jährigen legen durchschnittlich immerhin schon 87 Euro pro Monat über ETFs am Kapitalmarkt an. Sie verzeichneten zudem den stärksten relativen Zuwachs der Anlegerzahlen: Mit einem Anstieg von 55.000 auf über 221.000 hat sich die Zahl der jüngsten aktiven Anlegerinnen und Anleger fast vervierfacht.
Die Daten zeigen zudem einen markanten Stimmungswandel bei der regionalen Ausrichtung der ETF-Investments. So ist bei den ETF-Anlegern der ING das Nettokaufvolumen von ETFs mit Anlageziel Europa seit April 2022 massiv gestiegen: von 3,9 Millionen Euro im April 2022 auf 29,0 Millionen Euro im März 2026. Der Anteil von Europa-ETFs am Gesamtnettokaufvolumen stieg von damit von 1,0 auf 4,4 Prozent.
Auch die Entwicklung der Sparplanzahlen weist in diese Richtung: Die Zahl der Europa-ETF-Sparpläne wuchs mit 348 Prozent deutlich stärker als die Anzahl der ETF-Sparpläne insgesamt – die 127 Prozent zunahmen – und der Anteil von Europa-ETFs an allen ETF-Sparplänen hat sich im Betrachtungszeitraum nahezu verdoppelt.
US-ETFs bleiben zwar mit einem Anteil von 6 Prozent an allen Transaktionen und Sparplänen konstant, auffällig ist allerdings der Rückgang beim Nettokaufvolumen: von 35 Millionen Euro im März 2022 auf 17 Millionen Euro im März 2026 haben sich die neu investierten Mittel der ING-Kunden halbiert. Insgesamt ist der Anteil der USA am gesamten Kaufvolumen um 2,5 Prozentpunkte gesunken, während der EU-Anteil um 1,3 Prozentpunkte zulegte.
Das mit Abstand beliebteste Produkt über alle Altersgruppen und Geschlechter sind ETFs auf globale Aktienindizes (World). Sowohl bei den bereits gehaltenen als auch bei gekauften Produkten dominieren sie deutlich.
Bei den 5-Top-Produkten der Männer waren 2022 vier World-ETFs und ein Dax-ETF die beliebtesten Produkte, während es 2026 vier World-ETFs und ein S&P-500-ETF sind. Bei Frauen belegten sowohl 2022 als auch 2026 fünf World-ETFs die Spitzenpositionen.
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