Bund der Versicherten

Was Verbraucherschützer bei Lebensversicherungen raten

Altersvorsorge sauber von der Todesfallvorsorge trennen. Für den Todesfall eine Risikolebensversicherung abschließen – und von Kapitallebensversicherungen lieber die Finger lassen. Was ein Blogbeitrag des Versichertenverbands BdV Verbrauchern rät.

Im Niedrigzinsumfeld werden Lebensversicherungen ihrem ehemaligen Ruf als sicherer Renditebringer nicht mehr gerecht. Der Versichertenverband BdV, der die Versicherungswirtschaft aus Verbrauchersicht untersucht, warnt auf seiner Kommentarseite bdv-blog.de vor verschiedenen Kostenfallen. Die Kernbotschaft lautet:

1. Verbraucher sollten keine kapitalbildende Lebensversicherung abschließen – und auch kein Produkt, das ähnlich funktioniert. Diese Form der Geldanlage lohne im Niedrigzinsumfeld nicht mehr. Besser aufgehoben ist das Geld in einem Sparplan.
2. Verbraucher sollten die Todesfallvorsorge von der Altersabsicherung trennen. Zur Versorgung von Angehörigen im Todesfall ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll.
3. Von einer dynamischen Anhebung ihrer Beitragssätze und der Versicherungssumme sollten Verbraucher lieber Abstand nehmen, rät der BdV: Der Versicherer könne einen Teil des erhöhten Beitrags als zusätzliche Abschlusskosten einbehalten. Der gehe dem Verbraucher verloren.
4. Wer unzufrieden mit seiner Lebensversicherung sei, solle sich fachkundigen Rat einholen und nicht überstürzt Verträge kündigen. Das könne Verluste bringen.

Zusätzlich verweist der Lobbyverband der Versicherten auf ein eigenes Online-Tool, mithilfe dessen Verbraucher prüfen könnten, ob bestehende Lebens- und Rentenversicherungen sich noch lohnen – oder ob sie doch besser gekündigt werden sollten.

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