Umfrage

Altersvorsorge: Warum die Menschen zu wenig vorsorgen

Wieso sorgen so viele Menschen hierzulande gar nicht oder nicht genug für ihre Rente vor? Das liegt einer Umfrage von Verivox zufolge vor allem an zu niedrigen Löhnen. Aber auch andere Gründe spielen eine Rolle.
Seniorin mit Geldsorgen: Insbesondere Frauen haben mit einer ausreichenden Altersvorsorge zu kämpfen.
© The Yuri Arcurs Collection/Freepik
Seniorin mit Geldsorgen: Insbesondere Frauen haben mit einer ausreichenden Altersvorsorge zu kämpfen.

Viele Menschen hierzulande sorgen zu wenig fürs Alter vor. Woran liegt das? Vor allem an zu niedrigen Löhnen (42 Prozent). 36 Prozent haben insgesamt nicht genug Geld dafür. Und noch einmal 36 Prozent machen Job-Auszeiten oder längere Teilzeitphasen dafür verantwortlich.

Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox unter 1.014 Bürgerinnen und Bürgern.

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Während nur 37 Prozent der Männer geringe Einkommen als zentrale Ursache für unzureichende Altersvorsorge sehen, sind es bei den Frauen mit 48 Prozent beinahe die Hälfte aller Befragten.

Noch größer ist der Unterschied bei Erwerbsunterbrechungen: 43 Prozent der Frauen nennen Unterbrechungen wie Elternzeit oder längere Teilzeitphasen – etwa für Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen – als wichtige Gründe dafür, wenn Menschen nur schlecht fürs Alter vorsorgen können. Bei den Männern sind es nur 29 Prozent.

Frauen doppelt benachteiligt

„Dass die Meinungen zu den größten Altersarmutsrisiken zwischen den Geschlechtern so weit auseinander gehen, ist kein Wunder. Frauen sind bei der Altersvorsorge häufig doppelt benachteiligt: Sie haben im Durchschnitt geringere Einkommen und sind öfter von Erwerbsunterbrechungen betroffen“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer von Verivox Finanzvergleich. „Gleichzeitig leben sie im Schnitt länger und benötigen daher tendenziell mehr finanzielle Rücklagen für den Ruhestand.“

Auch altersabhängig gibt es teilweise deutliche Unterschiede: Während nur 32 Prozent der 18- bis 29-Jährigen geringe Einkommen als Hauptursache für unzureichende Altersvorsorge sehen, sind es bei den 50- bis 79-Jährigen 49 Prozent.

Jüngere Menschen nennen dagegen wesentlich häufiger Wissenslücken: 32 Prozent der unter 30-Jährigen halten mangelndes Wissen über Vorsorgemöglichkeiten für einen wichtigen Grund, bei den über 50-Jährigen sind es nur gut halb so viele (17 Prozent).

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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