Tag der Versicherungen am 28. Juni

Deutsche versichern lieber Autos als Arbeitskraft

Pünktlich zum Tag der Versicherungen zeigt eine Studie, auf welche Policen die Deutschen am häufigsten setzen. Insbesondere die Top 3 dürften kaum überraschen. Laut den Studienautoren gibt es aber noch Verbesserungsbedarf – insbesondere bei der Absicherung der eigenen Gesundheit und Arbeitskraft.
Paar im Auto
© picture alliance / Zoonar | Channel Partners
Ein Paar im Auto: Einer Studie zufolge sichern die Deutschen lieber Gegenstände ab als ihre eigene Gesundheit und Arbeitskraft.

Die drei häufigsten Versicherungen hierzulande sind die Privathaftpflicht (65 Prozent), KFZ-Versicherung (Haftpflicht, Teil- oder Vollkasko; 61 Prozent) und Hausratversicherung (58 Prozent). Das hat das Insurtech Clark anhand einer Studie herausgefunden – pünktlich zum 28. Juni, dem Tag der Versicherungen.

Auto ist Deutschen wichtiger als Arbeitskraft

Laut den Studienautoren zeigen die Ergebnisse deutlich, dass die Deutschen lieber physische Gegenstände absichern als ihre eigene Gesundheit oder Arbeitskraft. Ein Beispiel: Die private Unfallversicherung liegt mit 26 Prozent weit hinter den Top 3 der Policen hierzulande. Noch schlechter steht es um die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), die laut Experten eigentlich zu den wichtigsten Policen überhaupt gehört. Aber nur 15 Prozent der Deutschen haben eine. Immerhin: 2021 waren es noch 12 Prozent.

Trotz der niedrigen Abschlussquoten sagt allerdings ein Viertel der Menschen in Deutschland (26 Prozent), dass es eine Berufsunfähigkeitsversicherung als besonders wichtig einstuft. Besonders die jüngere Generation in ihren ersten Berufsjahren (zwischen 25 bis 34 Jahren) schätzt diese mit 35 Prozent als besonders wichtig ein, wie die Clark-Studie weiter zeigt.

Außerdem besitzt mit 12 Prozent nur jeder Achte eine Risikolebensversicherung, während 20 Prozent eine private oder betriebliche Rentenversicherung abgeschlossen haben. Nur jeder Zehnte besitzt wiederum eine private Pflegeversicherung.

„Die Absicherung der Schäden anderer ist natürlich absolut empfehlenswert und sinnvoll“, kommentiert Marco Adelt, Co-Gründer von Clark. „Jedoch sollten existenzbedrohende Risiken, die eventuell in der Zukunft liegen, nicht auf die leichte Schulter genommen oder als unrealistisch eingestuft werden.“

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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