Nachhaltigkeit bei Versicherern

Bäume zu pflanzen, trägt nicht zur besseren Wahrnehmung bei

Die Deutschen können mit dem Begriff „nachhaltiger Versicherer“ nicht sonderlich viel anfangen. Mit den eigentlichen Versicherungsprodukten wird Nachhaltigkeit zudem weit weniger verbunden als mit der Hauptverwaltung und der Kapitalanlage, wie eine Umfrage zeigt. Und Bäume zu pflanzen, hilft auch nicht wirklich.
04.11.2013, Gluecksburg, Schleswig-Holstein, Deutschland - Junge Baeume, die bei einer Baumpflanzaktion im Stiftungsland Holnis zusammen mit der -Stiftung Naturschutz- gepflanzt werden sollen. (QF, Bäume, europäisch, Glücksburg, Ökologie) 0HX131104D468CARO.JPG XCUT:  RELEASE: NOT APPLICABLE, PROPERTY RELEASE: NO (c) caro photo agency / Seeberg, http://www.caro-images.com, <span style=moc.segami-oracobfsctd-633f3e@ofni - Bei Verwendung des Fotos ausserhalb journalistischer Zwecke bitte Ruecksprache mit der Agentur halten - Jede Nutzung des Fotos ist honorarpflichtig !]" loading="lazy" />
© picture alliance / Caro | Seeberg
Bäume zu pflanzen, bewirkt bei den meisten Menschen keine bessere Wahrnehmung von Nachhaltigkeit bei Versicherern.

Über die Hälfte der Deutschen (52 Prozent) haben eine „unklare“ oder „eher unklare“ Vorstellung von Nachhaltigkeit im Kontext von Versicherungsunternehmen. Im Vergleich dazu lag dieser Anteil bei der Frage zur allgemeinen Nachhaltigkeit lediglich bei 7 Prozent. Und nur 5 Prozent der Befragten geben an, eine sehr klare Vorstellung des Begriffs Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Versicherern zu haben. Das zeigt eine Verbraucherbefragung durch Assekurata im Juli 2023.

Damit sei deutlich zu erkennen, dass Verbraucher sich unter Nachhaltigkeit bei Versicherern weniger vorstellen können als unter dem allgemeinen Nachhaltigkeitsbegriff. Zudem lasse sich die Tendenz beobachten, dass ältere Befragte sich bei Versicherern weniger unter Nachhaltigkeit vorstellen können.

Produkte am wenigsten mit Nachhaltigkeit verbunden

Und diejenigen, die mit Nachhaltigkeit und Versicherungen etwas anfangen können, schätzen die nachhaltigen Aspekte auch höher ein als diejenigen, denen das eher fremd ist. Außerdem ergebe die Befragung, dass am ehesten die Hauptverwaltung und Kapitalanlage der Versicherer mit Nachhaltigkeit verbunden werden. Produkte dagegen am wenigsten.

Sparsamer Umgang mit Ressourcen sei der wichtigste Aspekt, dicht gefolgt von Kapitalanlagefaktoren „Ausschluss von Investitionen in umweltschädigende Unternehmen“ und „Investition in klimafreundliche Technologien“. Bei den Produkten sehen die meisten Befragten im Leistungsfall eher Reparatur statt Ersatz sowie ökologische Ansätze bei der Auswahl von Lieferanten.

Bäume pflanzen und Spenden haben demnach am wenigsten Einfluss auf die Wahrnehmung. Und Fairness gegenüber den Mitarbeitern wurde ebenfalls nicht als deutliches Signal für Nachhaltigkeit angesehen.

Schulnotensystem: stimme voll zu 1; stimme nicht zu 5; Quelle Assekurata

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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