Branchentreff in Dortmund

Die besten Bilder der DKM 2021

2020 fand sie nur digital statt, in diesem Jahr erwartete Besucher eine Hybrid-Veranstaltung: Am Mittwoch und Donnerstag fand in den Westfalenhallen in Dortmund wieder der Branchentreff DKM statt. In deutlich anderer Anmutung als sonst konnten sich Vertreter der Branche zum Netzwerken treffen. Hier kommen die besten Bilder der Veranstaltung.
© DKM
War einer der Keynote-Speaker auf der diesjährigen DKM: Grünen-Politiker Joschka Fischer.

Deutlich kleinere und einheitliche Stände, deutlich weniger Publikum – dafür aber wieder ein Treffen von Angesicht zu Angesicht: Für regelmäßige Besucher der DKM zeigte sich die Messe in diesem Jahr deutlich verändert. Die zweistöckigen Stände suchte man in den Hallen 3 und 4 auf dem Dortmunder Messegelände vergeblich, dafür gab es ein einheitliches und kleineres Standkonzept.

„Aufgrund der Corona-Vorgaben mussten wir insbesondere das Konzept für den Messemarktplatz komplett auf den Kopf stellen. Schnell haben wir im Austausch mit den Ausstellern gemerkt, dass dies für sie ein sehr großer Aufwand wäre – der übrigens auch aufgrund der Corona-Vorgaben unkalkulierbar ist“, sagt Konrad Schmidt, Geschäftsführer des DKM-Veranstalters BBG Gruppe. „Daher haben wir uns entschlossen, den Standbau zu vereinheitlichen. Dadurch verändert sich aber natürlich der Charakter der Veranstaltung. So wurde aus der Leitmesse eben ein Forum.“

179 Aussteller luden an den standardisierten Ständen zum Informationsaustausch ein. Parallel zur Präsenzmesse fanden auf der Plattform DKM 365, die ihre Premiere bei der rein digitalen DKM im Jahr 2020 gefeiert hatte, auch digital Workshops und Kongresse statt. Schmidt: „Der Zugang zur Plattform DKM 365 ist für all diejenigen ideal, die aufgrund von Corona, Anfahrtszeit, Terminüberschneidungen et cetera ansonsten nicht zur DKM kommen würden. Und dennoch bevorzugt der Großteil der Branche ein persönliches Wiedersehen in Dortmund. Mit unserem hybriden Konzept verbinden wir die Vorteile beider Welten.“

2.400 Vermittler fanden den Weg nach Dortmund, berichtet die BBG Gruppe mit Stand vom 28. Oktober; 2.300 Vermittler verfolgten die Veranstaltung digital. Schmidt: „Natürlich ist diese DKM nicht mit den Veranstaltungen aus den Jahren vor der Pandemie zu vergleichen, aber es war ein richtiger und wichtiger Schritt. Der persönliche Austausch ist angesichts der dringlichen gesellschaftlichen Themen immens wichtig. Dies hat man bei jedem Gespräch und den Diskussionen in den Rahmenprogrammpunkten deutlich gespürt.“

Und wie genau sah es in Dortmund nun aus? Das zeigen wir Ihnen in unserer Bilderstrecke auf den kommenden Seiten.

Foto: DKM

Die ersten Besucher trudeln am 27. Oktober auf dem Messegelände in Dortmund ein. Für das DKM Forum hybrid galt die 3-G-Regel, eine Maskenpflicht in den Hallen gab es nicht.

Foto: DKM

Konrad Schmidt, Geschäftsführer des DKM-Veranstalters BBG Gruppe, begrüßt die Gäste. „Es liegen harte zwei Jahre hinter uns“, erzählte er. Viel habe man am Konzept der DKM für dieses Jahr anpassen müssen – etwas das Standkonzept. Das DKM Forum hybrid sei nicht mit den Messen der vorherigen Jahre vergleichbar, aber ein „richtiger und wichtiger Schritt“, so Schmidt.

Foto: DKM

In diesem Jahr gab es keine großen Stände auf der DKM zu sehen. Stattdessen wurde ein standardisiertes Standkonzept gewählt.

Foto: DKM

Luden zum gemeinsamen Pressegespräch (von links): Matthias Beenken, Professor am Fachbereich Wirtschaft der FH Dortmund, BVK-Präsident Michael Heinz und BBG-Chef Konrad Schmidt. Hierbei wurde es politisch: Heinz machte deutlich, dass der BVK die Pläne der Ampel kritisch sehe, „die eine für alle Bundesbürgerinnen und -bürger geltende Einheitslösung in Form einer Aktienrente oder eines Staatsfonds anstreben“. Zum ausführlicheren Bericht geht es hier.

Foto: DKM

In der Speaker’s Corner, die in diesem Jahr direkt neben dem Haupteingang platziert war, fand unter anderem die traditionelle „Elefantenrunde“ von Versicherungsvorständen statt. Marc Surminski (Mitte), Chefredakteur der Zeitschrift für Versicherungswesen, moderierte die Runde zum Thema „Nachhaltig und digital: Schafft die Versicherungswirtschaft den Turn-Around?“. Die Diskutierenden von links: Theodoros Kokkalas, Vorstandsvorsitzender der Ergo Deutschland, Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung, Uwe H. Reuter, Vorstandsvorsitzender der VHV Holding, und Frank Sommerfeld, Mitglied des Vorstands der Allianz Deutschland und Vorsitzender des Vorstands der Allianz Versicherung.

Foto: DKM

Einige interessante Zitate dieser Runde:

Theodoros Kokkalas, Vorstandsvorsitzender Ergo Deutschland
„Es ist wichtig, dass wir Amazon ernst nehmen.“

Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung
„Beim Thema Vergleichsplattformen mache ich mir erstmal keine Sorgen. Sie haben alle das Verivox-Urteil zur Kenntnis genommen, wonach auch diese Plattformen Anbieter mit anbieten müssen, die ihnen keine Provisionen bezahlen. Diese Plattformen haben auch zu kämpfen. Selbstverständlich – es herrscht ein Wettbewerb, gerade bei den einfachen Produkten, bei den sehr standardisierten Produkten – aber das ist ja nicht der größte Teil unseres Marktes. Wir werden weiterhin Berater benötigen – und wir werden uns auch unterscheiden über die Beratungsqualität.“

Uwe Reuter, Vorstandsvorsitzender der VHV
„Ich glaube, es gibt nach wie vor einen Bedarf an guter, qualitativer Beratung. Wichtig ist nur, dass sich der Makler auch digitalisiert. Wir unterstützen das sehr.“

Frank Sommerfeld, Vorstandsvorsitzender Allianz Versicherungs-AG
„Digitale und persönliche Beratung schließen sich nicht aus. Wir sehen das auch in Umfragen: 70 Prozent der Kunden wollen tatsächlich einen persönlichen Ansprechpartner haben – ob es in der Beratung ist oder auch im Schadenfall. Und das ist nicht abhängig vom Alter – wir sehen bei Unter-30-Jährigen genau die gleiche Quote. Die wollen vielleicht nicht ins Maklerhaus oder in die Agentur gehen, sondern die machen das dann gerne auch per Videokommunikation oder Videobesichtigung – aber die brauchen auch den persönlichen Kontakt.“

Foto: DKM

Der Blick in die Halle 4. Zusätzlich zu den Ständen gab es viel Platz zum Netzwerken.

Foto: DKM

Wie man Ethikfragen und Demokratieverständnis in Zeiten der anhaltenden Corona-Pandemie unter einen Hut bringt, war Thema eines Gesprächs zwischen TV-Moderatorin Birgit von Bentzel (links) und Alena Buyx, die seit 2018 Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin sowie Professorin für Ethik der Medizin und Gesundheitstechnologien an der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität München ist – und gleichzeitig Vorsitzende des Deutschen Ethikrats. In diesem Jahr hat sie den Deutschen Nationalpreis für ihren Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt während der Corona-Pandemie erhalten.

Foto: DKM

An den zwei Tagen waren 179 Aussteller und 2.400 Vermittler vor Ort. 2.300 Vermittler schalteten sich in die Live-Streams.

Foto: DKM

Ein Highlight des ersten Tages: Am Zurich-Stand fand die Preisverleihung der Aktion „Deutschlands nachhaltigstes Maklerbüro“ statt. Um an dem von der Zurich und Pfefferminzia ausgelobten Wettbewerb teilzunehmen, mussten die Bewerber vorgegebene Fragebögen ausfüllen. Die Sieger wurden dann von einer Jury aus Zurich- und Pfefferminzia-Experten anhand eines Punktesystems ermittelt.

Auf Platz 1 landeten unangefochten die CuP Versicherungsmakler um Dirk Lauffer aus Fürth. Lauffer war nicht vor Ort, aber natürlich live zugeschaltet (im Laptop, das Constanze Schmeichler von der Zurich hält, auf der rechten Seite). Platz 2 belegte die Bremer Finanzberatung „grün vorsorgen“ um Volkmar H. Haegele (im Bild ganz rechts). Und den dritten Platz sicherte sich das Team um Versicherungsentertainer Klaus Hermann, KH Versicherungen, aus Münster. Auch Hermann war aus Krankheitsgründen nur digital anwesend (im Laptop links).

Die Preise übergaben der Weltumsegler Boris Herrmann (ganz links), Jan Roß, Bereichsvorstand für den Zurich Maklervertrieb (zweiter von links), und Pfefferminzia-Geschäftsführer Matthias Heß (zweiter von rechts).

Foto: DKM

„Der Wettbewerb zeigt, dass die Makler das Thema Nachhaltigkeit wichtig nehmen. Nicht nur bei der Auswahl ihrer Versicherungsprodukte, sondern auch, wie sie ihr Büro aufgestellt haben“, erklärte Jan Roß (links), bei der Preisverleihung.

„Wir freuen uns, Zurich zu unterstützen“, so der Weltumsegler und Klima-Botschafter Boris Herrmann (Mitte), „da auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Wirtschaft die Versicherer viel Einflussmöglichkeit haben und Impulse geben können, zum Beispiel durch den Wettbewerb, das nachhaltigste Maklerbüro zu finden – also dabei zu helfen, innovative Lösungen im Kampf gegen die Klimakrise zu finden.“

Foto: DKM

Boris Herrmann war direkt nach der Preisverleihung zusammen mit Jawed Barna, Vorstand Vertrieb und strategische Partnerschaften der Zurich Gruppe Deutschland (links), zu Gast in der Speaker’s Corner. TV-Moderatorin Birgit von Bentzel diskutierte mit den Beiden über die Bedeutung von Versicherern im Kampf gegen den Klimawandel, die ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie der Zurich und die Herausforderungen, die Herrmann im Rahmen der Weltumseglung Vendee Globe meistern musste.

Kleine Anekdote am Rande: Weil sich Herrmann morgens zusammen mit dem Familienhund Lilly ausgeschlossen hatte, nahm er die Hundedame kurz entschlossen mit zur DKM (im Bild vorn rechts zu sehen).

Foto: DKM

Zur Zusammenarbeit mit Boris Herrmann sagte Jawed Barna: „Wir wollen die Menschen auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam machen und sie dazu animieren, sich mit dem Klimawandel zu beschäftigen.“ Boris Herrmann sei hier ein idealer Partner. Versicherer seien ein ganz wichtiger Player bei Klimafragen, weil sie „Risiken verstehen und übernehmen“, so Barna weiter. Zurich selbst wolle zu einem der nachhaltigsten Unternehmen der Welt werden, formulierte der Vertriebsvorstand das ehrgeizige Ziel des Versicherers.

Boris Herrmann habe sich für die Kooperation mit der Zurich entschieden, „weil ich gleich das Gefühl hatte, dass Nachhaltigkeit bei der Zurich kein Lippenbekenntnis ist“. Vielmehr würden nachhaltige Ideen strategisch in allen Bereichen, angefangen auf Ebene des Vorstandschefs der Zurich Gruppe Deutschland, Carsten Schildknecht, gelebt und verwirklicht.

Foto: DKM

Den zweiten Veranstaltungstag eröffnete der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer. Er befasste sich in seinem Vortrag mit der Zukunft Deutschlands und Europas.

Foto: DKM

Volles Haus beim Vortrag von Grünen-Politiker Joschka Fischer.

Foto: DKM

Auch am zweiten Tag gab es eine Preisverleihung. Es wurden nämlich die Jungmaklerinnen und -makler des Jahres 2021 gekürt. Hier sind die drei Gewinner zu sehen (von links): Marie Christina Schröders, Hava Misimi und Alexander Teßmann.

Platz 1: Hava Misimi
Mit Hava Misimi setzte sich die bisher jüngste Gewinnerin der nun bereits 12-jährigen Jungmakler-Award-Geschichte gegen eine starke Konkurrenz durch. Die Geschäftsführerin der Yfinance GmbH aus München überzeugte die Fachjury mit ihrem Unternehmenskonzept. Hierbei spricht sie mit ihrer digitalen Beratungsstrategie eine exklusive Community an. Dort vermittelt sie Fachwissen und sorgt mit ihrem Buch und ihrem Blog für Diskussionen innerhalb einer jungen Zielgruppe. Persönliche Vor-Ort Beratung findet zu festen Terminen ausschließlich in Pop-up Stores in München statt.

Platz 2: Marie Christina Schröders
Der zweite Platz geht an Marie Christina Schröders, Geschäftsführerin der SaFiVE GmbH & Co. KG. Ihr Schwerpunkt liegt auf der ganzheitlichen Beratung im Sinne einer „Lebenswert“-Analyse mit sehr aufwändig erstellten Gutachten. Hier werden auch aktuelle rechtliche und steuerliche Gegebenheiten berücksichtigt.

Platz 3: Alexander Teßmann
Den dritten Platz sicherte sich Alexander Teßmann. Mit seinem Unternehmen Versicherungsgeek befasst er sich mit einer ganz besonderern Zielgruppe: Gaming und E-Sport. Damit verbindet er seine private Leidenschaft mit seinem Beruf. Seine Strategie, Beratungen ausschließlich online durchzuführen, geht auf, da er seine Kunden dort abholt, wo sie sich sowieso schon aufhalten.

Foto: DKM

2022 soll die DKM dann wieder als richtige „Messe“ in Dortmund stattfinden, vom 25. bis 27. Oktober 2022. Auch die Eventplattform DKM 365 soll dabei nach wie vor eine große Rolle einnehmen.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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