Lebensarbeitszeit

Finanzminister Lindner plädiert für späteren Renteneintritt

Nach der Reform ist vor der Reform. Und die Neugestaltung des Rentensystems sieht nicht nur Bundesfinanzminister Christian Lindner als eine Daueraufgabe. Jetzt hat er nochmals gefordert, dass die Menschen später in Rente gehen. Aber nicht sofort.
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hält ein steigendes Renteneintrittsalter offenbar für unvermeidbar
© picture alliance/dpa | Jonathan Penschek
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hält ein steigendes Renteneintrittsalter offenbar für unvermeidbar

Während Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) immer wieder betont, dass es mit ihm keine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters geben wird, prescht Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) in die andere Richtung vor.

„Bei der Rente ist offensichtlich, dass wir die Lebensarbeitszeit verlängern müssen, idealerweise durch ein späteres Renteneintrittsalter und mehr finanzielle Anreize für längeres Arbeiten“, sagte er gegenüber der „Rheinischen Post“. Allerdings wolle er dieses Thema nicht jetzt angehen, sondern sieht es als eine Aufgabe in der nächsten Wahlperiode.

Anfang März haben Heil und Lindner gemeinsam das Rentenpaket II vorgestellt, das kein steigendes Renteneintrittsalter vorsieht. Vielmehr soll das Rentenniveau auch weiterhin nicht unter die 48-Prozent-Marke fallen.

Damit es dadurch nicht zu extrem steigenden Beiträgen kommt, soll ein zusätzlicher Kapitalstock, das sogenannte Generationenkapital, aufgebaut werden, aus dem ab 2035 Geld in die gesetzliche Rente fließt. Die Skepsis ist jedoch allgemein groß, dass dies reichen wird. Die Diskussion um längere Lebensarbeitszeiten dürfte sich daher fortsetzen.

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Autorin

Sabine

Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

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4 Antworten

  1. Schon mal was von „Komma-dass“ gehört?

    Es heißt: „Immer mehr Politiker wollen, dass…“!

    Schaut da keiner mehr drüber vor der Veröffentlichung? Von einer Journalistin erwarte ich mehr.

    1. Hallo Herr Fuchs, ich danke Ihnen für den freundlichen Hinweis. Daran, dass in dem Text gleich drei korrekte Komma-Dasses enthalten sind, dürften Sie immerhin erkennen, dass wir davon zumindest schon mal was gehört haben. Allerdings finde ich die von Ihnen angeprangerte Stelle in diesem Artikel nicht. Stattdessen taucht der Fehler im Newsletter von Xing auf, doch darauf haben wir leider keinen Einfluss. Ich bitte um Verständnis. Beste Grüße, Andreas Harms

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