Meere schützen

Versicherer wollen Plastik-Pellets zum Gefahrengut erklären

Plastik in kleinen Körnchen geht beim Transport immer wieder verloren und landet dann an Stränden und in Mägen toter Tiere. Das wollen die Versicherer nun ändern, ein Antrag ist schon eingereicht.
Fischer in Sri Lanka an einem mit Plastik-Pellets verseuchten Strand
© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Eranga Jayawardena
Fischer in Sri Lanka an einem mit Plastik-Pellets verseuchten Strand: Die Kunststoffkörner sind für einen Großteil des Plastikmülls in den Meeren verantwortlich

Die deutschen Versicherer haben über ihren Verband GDV einen Vorstoß unternommen, dass Plastik-Pellets bald als Gefahrengut gelten. Er habe eine entsprechende Forderung über den Weltverband der Transportversicherer bei der International Maritime Organisation (IMO) eingebracht, teilt der Verband mit. Die IMO beschließt, welche Güter als Gefahrengüter gelten und nimmt sie dann in den International Maritime Dangerous Goods Code auf.

Plastik-Pellets sind Krümel aus Kunststoff, die die Rohstoff- an die verarbeitende Industrie liefert. Weil es rieselfähig ist, ist es recht einfach fortzubewegen. Allerdings geht es deshalb beim Transport auch immer wieder verloren. Damit stellt es einen großen Teil des Plastikmülls in Meeren und an Küsten und bedroht insbesondere die Tierwelt.

Sollten diese Plastikkrümel nun aber im Gefahrengüter-Code landen, müssten sie besser verpackt werden und die Container unter Deck verstaut. Das wiederum senkt das Risiko, dass Ladung über Bord geht. Und wenn das dann doch mal passiert, müssten die Behörden sofort informiert werden. Experten schätzen, dass allein in europäischen Gewässern jedes Jahr über 200 Tonnen Plastik-Teilchen im Meer landen.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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