GDV-Warenlager-Tagung

Wie Warenlager vor Dieben geschützt werden können

In vielen Logistiklagern ist so einiges zu holen. Eine GDV-Fachtagung in Hamburg beschäftigte sich damit, wie sich hier Diebstahlrisiken eindämmen lassen. Der Verband liefert die wichtigsten Ergebnisse.
Modernes Lagerhaus mit Sicherheitszäunen und Überwachungssystemen.
© picture alliance / imageBROKER | Manuel Kamuf
Moderne Lagerhalle im neuen Gewerbegebiet Lindenrain im Schwarzwald: Umfassende Sicherheitskonzepte sind wichtig

Einbrüche in Warenlager sind nichts Neues. Heute sind die Täter aber häufig professionell organisiert und gehen gezielt vor. Daneben können Mitarbeitende oder Personen mit Insiderwissen Sicherheitslücken leichter erkennen und ausnutzen. Das sind die sogenannten Innentäter. Gebäude müssen daher nicht nur abgesichert, sondern auch Prozesse und Zugänge kontrolliert werden. Folgen eines Diebstahls betreffen sowohl die Warenversicherung als auch die Verkehrshaftungsversicherung, wenn sich die Frage nach der Haftung des Lagerhalters stellt.

Die Sicherheitsanforderungen an Warenlager haben sich bereits stark verändert. Früher konnten Fahrzeuge an vielen Standorten ohne Zugangskontrollen auf das Gelände, Lagerhäuser waren oft offen zugänglich. Fahrer suchten die Ware selbst im Lager, Kontrollen über die Anzahl der Packstücke oder das Gewicht der Sendungen fanden häufig nicht statt.

Umfassende Sicherheitskonzepte sind heute entscheidend

Das ist weitgehend Geschichte. Moderne Lager setzen zunehmend auf umfassende Sicherheitskonzepte. Dazu zählen etwa Zufahrts- und Zugangskontrollen, Videoüberwachung, Drehkreuze oder Schrankenanlagen. Auch digitale Systeme wie RFID-Technologie, Magnetkarten oder biometrische Zugangssysteme können eingesetzt werden. Hinzu kommen strukturierte Lagerbereiche, regelmäßige Inventuren, überwachte Torbereiche und definierte Abläufe beim Ein- und Ausfahren von LKW.

Für die Einschätzung des Risikos eines Warenlagers und damit einer wirksamen Schadenprävention sei Transparenz gefragt, betonte ein Referent auf der Tagung. Dazu gehören Informationen über den Standort des Lagers, mögliche Naturgefahren, Bauart und Größe der Anlage, eingelagerte Waren und deren Maximalwert, ebenso bestehende Sicherheitsstandards sowie die Schadenhistorie: Gab es schon Einbrüche oder Betrugsfälle? Vor-Ort-Prüfungen können es Versicherern und Risikoexperten ermöglichen, Abläufe und Sicherheitsmaßnahmen genauer zu beurteilen.

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Autorin

Sabine

Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

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