Knapp 57.000 KFZ-Schäden mit unterschiedlichen Schadenarten hat das Autoleasing- und Fuhrparkmanagement-Unternehmen, Leaseplan Deutschland, im vergangenen Jahr bei seinem Flottenmanagement abgewickelt. Damit liegt die Zahl der Schäden laut der aktuellen Schadenbilanz ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres.
Der große Unterschied im Vergleich zu 2023 ist aber, dass die Reparaturkosten deutlich steigen. Ein Blick auf die häufigsten Schadenarten in der KFZ-Teilkasko- und Vollkaskoversicherung zeigt aktuelle Trends und Herausforderungen für Fuhrparkverantwortliche und Versicherer.
Scheibenaustausch (53 Prozent)
Der unangefochtene Spitzenreiter unter den Teilkaskoschäden bleibt der Scheibenaustausch. Das gilt insbesondere für Windschutzscheiben. Im Vergleich zu 2023 haben Handwerker im Auftrag von Leaseplan 8 Prozent mehr Scheiben ersetzt. Dafür verantwortlich waren vor allem viel Verkehr, viele Baustellen und zu geringer Sicherheitsabstand. Sie führen vermehrt zu Steinschlägen.
Scheibenreparatur (12 Prozent)
Auch Reparaturen an beschädigten Scheiben nahmen zu – mit einem Plus von 14 Prozent.
Marderschäden (6 Prozent)
Unverändert häufig haben Marder für Schäden, insbesondere an Kabeln und Schläuchen im Motorraum, gesorgt. Im Jahr 2022 kosteten Marderbisse laut Angaben des GDV im Durchschnitt knapp 500 Euro.
Sturm- und Hagelschäden (5 Prozent)
Extreme Wetterereignisse bleiben ein Risikofaktor. Sie kosten im Durchschnitt 3.860 Euro.
Kollision mit Tieren (2 Prozent)
Wildunfälle, vor allem in ländlichen Regionen, sind eine konstante Größe im Teilkaskobereich, auch wenn ihr Anteil vergleichsweise gering ist. Sie schlagen im Durchschnitt mit 3.850 Euro zu Buche.
Bemerkenswert: Diebstahlschäden spielen heute – im Gegensatz zu früher – für Leaseplan kaum noch eine Rolle. Im Jahr 2024 wurden nur drei Navigationsgeräte gestohlen – und die Zahl der Komplettdiebstähle hat sich auf 20 halbiert. Grund ist die geringe Attraktivität moderner, fahrzeugintegrierter Systeme für Diebe, so die Leasing-Experten.
In der Vollkaskoversicherung treten andere Schäden am häufigsten auf. Welche das im Jahr 2024 waren und wie hoch die Kosten beispielsweise für einen Auffahrunfall ausfallen können, erfahren Sie auf der folgenden Seite.
Für einen Auffahrunfall lag der durchschnittliche Aufwand je Schaden in der Vollkaskoversicherung im Jahr 2023 bei etwa 4.000 Euro. Im Jahr 2024 waren es bereits knapp 4.600 Euro, also 15 Prozent mehr.
Unbekannter Verursacher / Vandalismus (28 Prozent)
Fahrzeuge, die auf öffentlichen Parkflächen stehen, sind häufig Ziel von Sachbeschädigung oder Unfallflucht. Diese Schadenart ist die häufigste in der Vollkasko.
Rangierschäden (23 Prozent)
Trotz Rückfahrkamera und Sensoren gehören Schäden beim Ein- und Ausparken weiterhin zu den klassischen Vollkaskoschäden – allerdings mit rückläufiger Tendenz.
Kontrollverlust, Auffahrunfälle und Kollisionen (13 Prozent)
Dank moderner Fahrerassistenzsysteme ist die Zahl dieser Schäden rückläufig: minus 20 Prozent bei Auffahrunfällen, minus 14 Prozent bei Kontrollverlust und minus 13 Prozent bei Rangierschäden. Systeme wie Notbremsassistenten oder Spurhaltehilfen, die seit Mitte 2024 bei Neuwagen Pflicht sind, zeigen aus Sicht der Experten Wirkung.
Fahrzeugaufsetzer (2 Prozent)
Insbesondere bei Fahrzeugen mit langem Radstand oder tiefergelegtem Fahrwerk entstehen immer wieder Schäden beim Fahren über Bordsteine, Schwellen oder Baustellenabsätze.
Unfälle beim Überholen oder Spurwechsel (ein Prozent)
Zwar selten, aber weil hier in der Regel mehr Autos beteiligt sind, sind die Schadenfälle oft komplex und teuer.
Mehr Informationen rund um das Thema KFZ-Versicherungen finden Sie auch hier.
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