Medienbericht

Krankenkassen rechnen mit erneut steigenden Beiträgen

Im kommenden Jahr könnte es mit dem Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) weiter hinauf gehen. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, gehen Krankenkassen und Gesundheitsministerium inzwischen fest davon aus.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD): Erneut steigende Beiträge in der GKV
© picture alliance/dpa | Jörg Carstensen
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD): Erneut steigende Beiträge in der GKV

Erst in diesem Jahr waren die Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) um durchschnittlich 0,3 Prozentpunkte auf 1,6 Prozent gestiegen. Doch das könnte es noch nicht gewesen sein. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, könnten die Beiträge im kommenden Jahr um weitere 0,2 oder 0,3 Prozentpunkte anziehen. Auch das Bundesgesundheitsministerium stelle sich schon darauf ein. Mit den Informationen bezieht sich das Blatt auf „Krankenkassenkreise“.

Die GKV verzeichnet derzeit jährliche Defizite in Milliardenhöhe, in diesem Jahr droht ein Minus von 17 Milliarden Euro. So sah es noch vor einigen Monaten aus. Wobei man laut „Handelsblatt“ in der Ampelkoalition und bei den Krankenkassen inzwischen von lediglich minus 8 bis 10 Milliarden Euro ausgeht.

Seit Jahren gibt der Bund deshalb Milliardensummen an Steuergeld hinzu, 2023 wahrscheinlich über 16 Milliarden Euro. Doch laut „Handelsblatt“ bleiben zusätzliche Zuschüsse wohl aus. Weshalb eben nun der Beitragszahler noch stärker ran muss.

Das wiederum wäre im Sinne der Anbieter privater Krankenversicherungen (PKV). Die stört es schon lange, wenn Steuergeld in die GKV fließt. Weil das dann auch Geld von ihren privat versicherten Kunden ist – die aber nichts davon haben.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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