Klimaschutz durch Konsumverhalten

Jüngere würden mehr für nachhaltige Anlageprodukte bezahlen

Während die Deutschen ab 50 Jahren beim Konsum mehr auf Nachhaltigkeit achten, würden die unter 30-Jährigen bei ihrer Geldanlage mehr für ein nachhaltiges Produkt bezahlen oder eine geringere Rendite in Kauf nehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Befragung.
© picture alliance / dpa-mag | Nestor Bachmann
In welche nachhaltigen Anlagen ein Institut Kundengelder investiert, wollen immer mehr Deutsche genau wissen.

Fast 70 Prozent der Deutschen sehen sich selbst als Verbraucher in der Verantwortung, Umwelt und Klima durch das eigene Konsumverhalten zu schützen. Es sei essenziell, ökologischer und sozialer zu konsumieren, meinen sie, wie eine bevölkerungsrepräsentative Befragung für das „Team-Bank-Liquiditätsbarometer“ im Auftrag der Team Bank aus Nürnberg zeigt.

Insbesondere die Generation der über 50-Jährigen achte besonders darauf. Während 74 Prozent von ihnen dieser Ansicht sind, trifft das nur auf 61 Prozent der unter 30-Jährigen zu. Die Kehrseite: Die Bereitschaft für ein nachhaltiges Produkt mehr zu bezahlen, oder weniger Rendite hinzunehmen, sinkt mit dem Alter der Befragten.

Die unter 30-Jährigen sind der Umfrage zufolge eher bereit, für ein ökologisch-soziales Produkt höhere Kosten zu tragen, oder eine geringere Rendite in Kauf zu nehmen. 43 Prozent von ihnen würden dies tun. Das sind 18 Prozentpunkte mehr als in der Altersgruppe ab 50 Jahren und 11 Prozentpunkte mehr als der Bundesschnitt.

Geldinstitute sollen bei Nachhaltigkeit transparent sein

Generell erwarten die Deutschen immer mehr von Banken, dass sie ihre ökologisch-sozialen Bemühungen offenlegen. 56 Prozent der Deutschen misstrauen Geldinstituten, die das nicht tun. Das sind 7 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Beim Konsum zeigt sich, dass die Generation 50plus besonders nachhaltig handelt. 78 Prozent von ihnen kaufen Lebensmittel bedarfsgerecht ein, 71 Prozent sparen Wasser und Heizenergie und 66 Prozent vermeiden Plastikmüll. Zudem verzichten überdurchschnittlich viele der Generation 50plus (41 Prozent) auf Flugreisen und fahren eher Bahn.

In der Altersgruppe unter 30 Jahren ist das weniger verbreitet. Nur knapp drei von zehn der 18- bis 29-Jährigen verzichten auf Flüge. Wiederum nutzen sie im Alltag überdurchschnittlich häufig öffentliche Verkehrsmittel. Im Bundesschnitt sind es 24 Prozent, bei den unter 30-Jährigen 33 Prozent.

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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