Wenn Deiche halten

Hochwasser könnte Versicherer weniger als eine Milliarde Euro kosten

Viele Regionen Deutschlands waren rund um Heiligabend überflutet – und sind es teils noch. Die Kosten, die dadurch auf die Versicherer zukommen könnten, schätzen Aktuare auf unter eine Milliarde Euro – wenn die Deiche halten.
© picture alliance/dpa | Sina Schuldt
Abgesperrte Deiche an der Wörpe: Tagelange Regenfälle haben die Deiche vielerorts aufgeweicht. Die Lage ist teils noch angespannt.

Die Hochwasserlage in Deutschland ist zum Teil noch angespannt. Wie hoch die Kosten für die Versicherer werden könnten, hängt auch von der Situation an den Deichen ab. „Sollten die Deiche halten, wird der versicherte Schadenaufwand unter einer Milliarde Euro liegen“, sagt Onnen Siems, Geschäftsführer der aktuariellen Beratungsfirma Meyerthole Siems Kohlruss (MSK).

Es müssen auch nicht alle Schäden, die durch das Hochwasser entstehen, durch die Versicherer reguliert werden, so Siems: „Wenn das Wasser durch den Anstieg des Grundwassers ‚nur‘ im Keller steht – also nicht das Grundstück überschwemmt –, dann ist der Schaden durch die Elementarversicherung im Allgemeinen nicht gedeckt.“

Stichwort Elementarversicherung: In Niedersachsen haben nur etwas mehr als 30 Prozent der Menschen ihre Häuser entsprechend versichert. „Ein Grund hierfür könnte die subjektive Risikowahrnehmung sein“, vermutet Siems. Die Gefahr der Überschwemmung werde oft nicht als akute Bedrohung eingeschätzt.

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