Neun von zehn Befragten würden für die Gesundheit ihrer Hunde und Katzen auf eine geplante Urlaubsreise verzichten. Für die große Mehrheit sind die Bedürfnisse des Haustiers zudem genauso wichtig oder sogar wichtiger als die eigenen. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen „Haustier-Studie 2026“, für die die Uelzener Versicherungen mehr als 1.000 Hunde- und Katzenhalter in Deutschland befragt haben.
Die Untersuchung zeigt, wie tief Hunde und Katzen in den Familien verankert sind. Für einen Großteil der Halter hat das Wohl ihres Tieres höchste Priorität. So geben 86 Prozent der Befragten an, die eigenen Bedürfnisse nicht über die ihres Vierbeiners zu stellen. Genauer betrachtet, stufen 55 Prozent der Hunde- und Katzenhalter die Bedürfnisse ihres Haustieres als genauso wichtig wie die eigenen ein. Weitere 31 Prozent räumen den Bedürfnissen ihres Tieres sogar häufiger Vorrang ein. Damit stellen im Umkehrschluss lediglich 14 Prozent die eigenen Belange konsequent voran.
„Wer sein Leben mit einem Hund oder einer Katze teilt, stellt die eigenen Wünsche oft ganz selbstverständlich zurück“, sagt Felix Garlipp, der bei den Uelzener Versicherungen Produkt und Underwriting leitet. Daraus entstehe eine Bindung, die vergleichbar mit der zu einem menschlichen Familienmitglied sei. „Dies zeigt, wie selbstverständlich Hunde und Katzen heute in viele Familien integriert sind“, so Garlipp weiter. Die meisten Halter nähmen ihre Verantwortung sehr ernst, und was dem Tier guttue, fließe in die eigenen Entscheidungen ein.
Besonders deutlich wird diese Haltung, wenn es um die Gesundheit der Tiere und die damit verbundenen Kosten geht. Konkret würden 93 Prozent der Hundehalter und 88 Prozent der Katzenhalter auf eine geplante Reise verzichten, sollte ihr Tier eine teure Behandlung benötigen. Über alle Befragten hinweg sind es damit neun von zehn Haltern. Ebenso wären 86 Prozent bereit, lieber beim Einkaufen zu sparen oder auf einen Restaurantbesuch zu verzichten, bevor sie die Versorgung ihres Tieres einschränken.
Den Studienautoren zufolge hat die Bereitschaft zum Verzicht im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2024 nochmals zugenommen. Das dürfte allerdings auch pragmatische Gründe haben. Medizinische Behandlungen, Operationen oder die Versorgung chronischer Erkrankungen können mit erheblichen Kosten verbunden sein. Die finanzielle Belastung kann Tierhalter vor schwierige Entscheidungen stellen.
Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Halter zunehmend vermeiden wollen, im Ernstfall abwägen zu müssen, ob eine notwendige Behandlung finanziell überhaupt machbar ist. Die Absicherung gegen hohe Tierarztkosten rückt damit für viele Besitzer stärker in den Fokus.
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