Branchenverband warnt

Elementarschutz noch immer zu gering verbreitet

Die gute Nachricht: Ja, die Elementarschadenversicherung verbreitet sich weiter unter Hauseigentümern. Die schlechte: Flächendeckend ist das immer noch nicht.
Hochspannungsleitungen in einer ländlichen Landschaft bei dunklem Himmel.
© picture alliance / Rene Traut Fotografie
Dunkle Wolken über der Landschaft bei Siegen-Oberschelden: Zuletzt hat es in einigen Gebieten enorm stark geregnet

Pünktlich zu den sommerlichen Regengüssen erinnert der Versicherungsverband GDV daran, dass nach wie vor viele Häuser nicht gegen Starkregen versichert sind. Denn Sturm- und Hagelschäden deckt zwar die Wohngebäudeversicherung ab. Doch bei Starkregen, Hochwasser und Überschwemmung hilft nur die zusätzliche Elementarschadenversicherung.

Und dort ist wohl nach wie vor einiges zu tun. „Zwar steigt die Versicherungsdichte, dennoch haben rund 41 Prozent der Wohngebäude weiterhin keinen Elementarschutz. Diese Schutzlücke ist zu groß, denn Starkregen kann grundsätzlich überall auftreten“, sagt Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin.

Der Verband warnt: Viele Eigentümer unterschätzen ihr Risiko, wenn sie nicht direkt an einem Fluss wohnen. Doch Starkregen kann jeden treffen. Wenn innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen fallen, können Kanalisationen überlastet werden und Wasser über Lichtschächte, Türen und Rückstau ins Gebäude eindringen.

Das kann dann besonders teuer werden. 2025 lag der durchschnittliche versicherte Elementarschaden bundesweit bei rund 4.700 Euro. Bei Sturm und Hagel waren es etwa 2.100 Euro.

Weshalb der Verband klar rät: Eigentümer sollten ihre Police prüfen und gegebenenfalls erweitern. Auch Mieter könnten mal schauen, ob ihre Hausratversicherung Elementarschäden einschließt. Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst, die Hausratversicherung schützt bewegliche Sachen im Haushalt, etwa Möbel, Kleidung oder Elektrogeräte. Auch die können unter Wasser stehen.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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