Jedes Jahr verlieren in Deutschland mehr als 50.000 Kinder sowie zehntausende Partnerinnen und Partner eine nahestehende Person, von deren Einkommen sie abhängig waren. Und für längst nicht alle davon ist die finanzielle Zukunft abgesichert. Nur rund jeder zweite Haushalt mit Absicherungsbedarf verfügt über eine Risikolebensversicherung.
Das zeigt eine Studie des Versicherer-Verbands GDV. „In mehr als 20 Millionen Haushalten fehlt der finanzielle Schutz, wenn ein Partner oder Elternteil stirbt. Für die Hinterbliebenen kann das sehr schnell zur finanziellen Zerreißprobe werden“, sagt Moritz Schumann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des GDV.
Das Interesse an Risikolebensversicherungen hat zwar zugenommen. Die Zahl der Verträge stieg von rund 4,3 Millionen im Jahr 1999 auf 7,3 Millionen im Jahr 2024, die versicherte Gesamtsumme von 236 Milliarden Euro auf 885 Milliarden Euro. Es besteht aber immer noch Ausbaubedarf.
Ob Haushalte eine Risikolebensversicherung besitzen, hängt laut GDV-Auswertung überwiegend von langfristigen finanziellen Verpflichtungen, familiärer Verantwortung, Einkommen und Lebensphase ab:
Hinzu kommt: Selbst dort, wo eine Risikolebensversicherung besteht, ist die Absicherung häufig zu niedrig. Als Faustregel gilt, dass die Versicherungssumme etwa drei bis fünf Bruttojahresgehälter zuzüglich offener Kredite umfassen sollte. Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche Versicherungssumme der Studie zufolge pro Vertrag bei rund 121.000 Euro, das durchschnittliche Bruttojahresgehalt betrug dagegen rund 50.000 Euro.
Schon ohne bestehende Kredite ergäbe sich daraus eine empfohlene Mindestabsicherung von etwa 150.000 Euro, so der GDV. Die durchschnittlichen Versicherungssummen lägen seit 25 Jahren durchgängig unter diesem Orientierungswert.
Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.