Rürup-Rente besser im Fonds-Vergleich

DIA kritisiert geringe Auswahl bei Riester-Fondspolicen

Private Altersvorsorge ist heutzutage fast unumgänglich geworden. Dafür gibt es auch viele staatlich geförderte Möglichkeiten – wie beispielsweise die fondsgebundene Riester-Rente. Doch genau hier sehen die Experten des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) zu wenig Entscheidungsfreiraum für die Versicherten.
© DIA
Ein Riester-Sparer, der bereit und willens sei, zu Gunsten eines höheren Ertrages etwas mehr Risiko in Kauf zu nehmen, finde kaum ein zu ihm passendes Angebot, kritisieren die Experten vom DIA.

Wer privat über eine staatlich geförderte Rürup-Rente vorsorgt, kann sich laut einer Studie des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) über einen großen Entscheidungsfreiraum freuen – ganz anders sieht es laut Untersuchung bei der fondsgebundenen Riester-Rente aus.

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Als Kriterium für den Vergleich wählten die Experten die Chance-Risiko-Klassen der Produktinformationsstelle Altersvorsorge (PIA). Die Verteilung dieser Klassen falle dabei sehr unterschiedlich aus, teilen die Experten mit.

Bei der Riester-Rente konzentrierten sich die untersuchten Angebote auf die Klasse 2 (siehe Grafik). Die Beiträge der Sparer würden also vor allem sicherheitsorientiert und mit begrenzten Ertragschancen angelegt. Ein Riester-Sparer, der zu Gunsten eines höheren Ertrages etwas mehr Risiko in Kauf nehmen würde, findet daher laut Studie kaum ein zu ihm passendes Angebot.

Ganz anders sehe es bei der Rürup-Versicherung (Basisrente) aus. Hier hätten die Kunden insbesondere bei Produkten mit einer Einordnung in die Chance-Risiko-Klassen 3 bis 5 eine sehr gute Auswahl an verschiedenen Anbietern und Tarifen. Somit könnten sie auch entsprechend ihrer Risikoeignung entscheiden.

Die Autoren der Studie fordern daher unter anderem „eine Flexibilisierung der Bruttobeitragsgarantie bei der Riester-Rente, um die Vielfalt der Angebote zu vergrößern.“

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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