Rücktrittsrecht

Gut ein Drittel älterer Lebenspolicen könnte gekündigt werden

Knapp 37 Prozent der Lebensversicherungen, die Kunden zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen haben, könnten nachträglich gekündigt werden, weil die Unternehmen ihre Versicherten nicht ausreichend über ihre Rücktrittsrechte aufgeklärt haben.
© picture alliance/Gregor Fischer/dpa
FPD-Politiker Frank Schäffler spricht während einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestages.

Wegen einer mangelnden Aufklärung über Rücktrittsrechte, könnten 36,7 Prozent der Lebensversicherungen, die zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen wurden, gekündigt werden. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine kleine Anfrage der FPD-Fraktion hervor, über die die Rheinische Post berichtet.  

Mehr zum Thema

„Berater achten zu wenig auf dynamische Rentenlücken“

Vor 34 Jahren kostete eine Kugel Eis 30 Pfennig, heute sind bereits bis zu 1,40…

Kosten werden wegen zulagenbedingter Änderungen oft doppelt berechnet

Fast die Hälfte der Versicherer, die Riester-Verträge anbieten, berechnen ihren Kunden doppelte Kosten. Das Marktwächter-Team…

Verbraucherzentrale Hamburg setzt sich gegen Generali durch

Was ist geschehen? Ein Generali-Kunde möchte seine Rentenversicherung mithilfe eines Widerspruchs rückabwickeln. Die Generali aber…

Weitere Widerspruchsgründe könnten danach „der fehlerhafte oder nicht erfolgte Zugang der Versicherungsbedingungen oder eine unterbliebene Belehrung zum Widerspruchrecht“ sein, heißt es weiter. Widerspricht ein Versicherter seinem Vertrag, und ist das rechtens, muss die Versicherung der Vertrag abwickeln. Der Kunde bekommt dann alle seine gezahlten Beiträge zurück.

Was wäre die Folge einer groß angelegten Widerspruchs-Aktion der Kunden? „Die Nullzinsfalle wird durch das nachträgliche Widerspruchsrecht der Kunden zu einem Risiko von erheblicher Tragweite“, zitiert die Rheinische Post FDP-Politiker Frank Schäffler. „Wenn die Europäische Zentralbank ihre Politik fortsetzt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Lebensversicherungen in Schwierigkeiten kommen.“

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia