Reaktion auf Krisen

Nicht mehr genug Geld, um zu sparen

Preise steigen stark, und die staatliche Rente ist alles andere als sicher – eigentlich spricht einiges dafür, mehr in die private Altersvorsorge zu sparen. Doch vielen Menschen fehlt dazu schlicht das Geld.
Rechnungen ins Haushaltsbuch einpflegen: In Deutschland müssen mehr Menschen aufs Geld achten als noch vor einigen Jahren
© picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose
Rechnungen ins Haushaltsbuch einpflegen: In Deutschland müssen mehr Menschen aufs Geld achten als noch vor einigen Jahren

Die hohe Inflation hinterlässt nicht nur Spuren im Portemonnaie, sondern auch im Gemüt. So hat inzwischen über 70 Prozent der Deutschen die Sorge gepackt, dass wegen der gestiegenen Preise die eigene Altersvorsorge nicht mehr ausreicht.

Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des Lebensversicherers Canada Life hervor. Dafür befragte Civey im Mai 1.000 volljährige Bundesbürger, die noch nicht in Rente oder Pension sind.

Und bei denen rückt das Sparen weiter in den Vordergrund. 41 Prozent ist es wegen der Krisen wichtiger geworden, Geld auf die Seite zu legen. Wobei sich das je nach Altersgruppe wie folgt unterscheidet:

  • 18 bis 29 Jahre: 45 Prozent
  • 30 bis 39 Jahre: 53 Prozent
  • 40 bis 49 Jahre: 44 Prozent

Allein, es fehlt am Geld, was bei den gestiegenen Preisen auch nicht verwundern dürfte. Denn lediglich 13 Prozent der Befragten sparen jetzt mehr für die Altersvorsorge als noch vor drei Jahren. 29 Prozent haben das sogar zurückgefahren. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar mehr als 40 Prozent.

Nur wenig Neues hingegen bei den Kriterien: Eine Mehrheit von 55 Prozent legt den Schwerpunkt bei der Altersvorsorge auf Sicherheit. Hauptsächlich Renditechancen wollen hingegen nur 12 Prozent nutzen. Und für 23 Prozent ist beides gleich wichtig.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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