Die Zeiten steigender Preise für Haus, Hof und Wohnung gehen zu Ende, meldet das Immobilienportal Immowelt. Es rechnet damit, dass noch in diesem Jahr in 10 der 14 Städte mit mehr als einer halben Million Einwohnern die Preise auf der Stelle treten oder gar leicht sinken. Dafür untersuchte es die Angebotspreise von in den 90er Jahren gebauten Bestandswohnungen mit 75 Quadratmetern Wohnfläche und drei Zimmern.
Am stärksten drückt das Umfeld wohl in Frankfurt. Denn die Immowelt-Spezialisten rechnen damit, dass dort die Preise von April bis Dezember um 5 Prozent sinken. Fairerweise muss man dazusagen, dass es dann aber noch immer die drittteuerste Stadt nach München und Hamburg ist. Ebenfalls sichtbar abwärts geht es in Leipzig (minus 4 Prozent) und Berlin (minus 3 Prozent).
Weiter steigen könnten die Preise hingegen in Hannover (plus 3 Prozent) und Hamburg (plus 2 Prozent). Auch München wird in diesem Jahr noch Widerstand leisten, dort erwartet Immowelt, dass es noch einmal um ein Prozent aufwärts geht.
Als Gründe für den kippenden Trend sieht man die Mischung aus stark gestiegenen Zinsen für Baukredite, den Krieg in der Ukraine und die hohe Inflation. Für die Werte im Dezember unterstellte man, dass der Zins für zehnjährige Baukredite bei 3,5 Prozent liegt und der Verbraucherpreisindex auf 121 Punkte steigt. Dazu heißt es:
Die Preiskorrekturen werden vermutlich nicht bei allen Wohnungssegmenten gleichermaßen stark sein. Besonders bei älteren, oftmals unsanierten Wohnungen dürfte die Nachfrage aber deutlich zurückgehen. Denn neben den gestiegenen Zinsen erschweren die hohen Sanierungskosten sowie der Handwerkermangel den Kauf zusätzlich.
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