Dass der Gewinnabführungsvertrag zwischen Allianz Deutschland und Allianz Leben nicht verlängert wurde, bestätigte ein Sprecher gegenüber der Süddeutschen Zeitung (SZ). Allerdings gab das Unternehmen das bisher nicht öffentlich bekannt. „Wir werden das im nächsten Geschäftsbericht tun, der das Jahr 2018 umfasst“, wird der Sprecher zitiert.
Damit versagt sich der Konzern zwar die Gewinne der Leben-Tochter, die von 2015 bis 2017 1,29 Milliarden Euro betrugen, doch andererseits müsse der Konzern auch nicht für mögliche Verluste aufgekommen.
Die Allianz ist damit laut SZ einer Gesetzesänderung zuvorgekommen. Diese soll verhindern, dass Geld aus gefährdeten Lebensversicherungsunternehmen abfließt, um es stattdessen zu deren Stabilisierung zu nutzen (wir berichteten).
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) soll demnach eingeschaltet werden und eine Genehmigung erteilen, wenn Gewinnabführungsverträge auslaufen oder gekündigt werden.
Diese Vereinbarungen, die dem Bericht der SZ zufolge 37 von 67 Lebensversicherern geschlossen hatten, bescherten den Konzernen im Jahr 2017 rund 1,5 Milliarden Euro – 400 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.
Unter Berufung auf Angaben von Branchen-Insidern schreibt die SZ weiter, dass es „eine Reihe von Fällen“ gibt, „in denen Konzerne mit problematischen Lebensversicherern die Gewinnabführungsverträge kündigen wollten, weil sie künftige Verluste fürchteten“.
Der Sprecher der Allianz möchte davon jedenfalls bezüglich seines Unternehmens nichts wissen. Das sei eine Fehlinterpretation und die Aussichten des Lebensversicherers seien sehr positiv, wird er in der SZ zitiert.
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