Umfrage

Junge Beschäftigte setzen auf Kapitalmarkt bei der Altersvorsorge

Drei Viertel der 18- bis 29-Jährigen befürworten laut einer DEVK-Umfrage eine stärker kapitalmarktorientierte Altersvorsorge. Mit zunehmendem Alter sinkt diese Zustimmung allerdings deutlich.
Junge Frau lächelnd, professionell gekleidet, vor grauem Hintergrund.
© Foto Kuhweide
DEVK-Vorsorgeexpertin Katharina Hoge: „Für viele junge Menschen sind Fonds und ETFs längst ein fester Baustein der Altersvorsorge.“

Ab 2027 soll das neue Altersvorsorgedepot mehr Investitionen in Fonds und ETFs ermöglichen. Dafür gibt es unter Erwerbstätigen offenbar breite Zustimmung, wie eine Civey-Umfrage im Auftrag der DEVK zeigt. Demnach befürworten 56 Prozent eine stärker kapitalmarktorientierte Altersvorsorge, um höhere Renditechancen zu nutzen.

Besonders groß ist die Offenheit bei den Jüngeren: 75 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 68 Prozent der 30- bis 39-Jährigen sprechen sich dafür aus. Bei den 50- bis 64-Jährigen liegt die Zustimmung mit 45 Prozent deutlich niedriger.

Wandel in der Altersvorsorge

Katharina Hoge, Leiterin Produktmanagement Leben bei der DEVK, sieht darin einen deutlichen Wandel. „Gerade junge Menschen wissen, dass ein langer Anlagehorizont die Chancen am Kapitalmarkt erhöht. Anlagen in Fonds und ETFs sind für viele heute kein Nischenthema mehr, sondern ein selbstverständlicher Baustein der Altersvorsorge.“

Mit der wachsenden Offenheit steige aber auch der Bedarf an verständlicher Orientierung, betont Hoge. Renditechancen und individuelle Risikobereitschaft müssten ausgewogen berücksichtigt werden. Die neuen Fördermodelle böten mehr Wahlfreiheit, von chancenorientierter Vorsorge über Garantien bis hin zu unterschiedlichen Auszahlungswegen. „Eine fundierte Beratung hilft dabei, die Lösung zu finden, die zu den eigenen Zielen passt“, so die Expertin.

DEVK bringt selbst ein Altersvorsorgedepot

Die DEVK selbst will ab Januar 2027 ein förderfähiges Standarddepot ohne Kapitalgarantie anbieten. Es soll in breit gestreute ETFs investieren. Die Kosten lägen dabei nach Unternehmensangaben deutlich unter der vorgesehenen Obergrenze von einem Prozent pro Jahr.

Ab dem zweiten Quartal 2027 sollen weitere förderfähige Produkte mit unterschiedlichen Garantiebausteinen folgen, sodass Kunden zwischen verschiedenen Sicherheits- und Renditeprofilen wählen können.

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Autorin

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