Um rund 6 Prozent sollen die Renten künftig steigen. Das mag gut klingen, lindert die Gefahr der Altersarmut aber nicht wesentlich. Umso wichtiger ist es für die Bürger, eigenständig vorzusorgen und sich ein kleines Guthaben anzusparen, das im Ruhestand die erwartbaren Lücken bei der Rentenzahlung schließt.
Ein gutes Investment über viele Jahre hinweg kann dabei genügend Geld generieren, um damit einen geruhsamen Lebensabend zu gewährleisten. Welche sieben Schritte dafür notwendig sind, erläutere ich im Folgenden.
Im ersten Schritt liegt die Herausforderung darin, alle Einnahmen und Ausgaben miteinander zu vergleichen. Oft zeigt sich hierbei schon, an welchen Stellen sich unnütze Kosten reduzieren lassen. Weitergehend werden aber auch alle vorhandenen Vermögenswerte betrachtet: Welche Bedeutung besitzen sie für die Altersvorsorge und wo besteht Bedarf für eine Optimierung?
Zudem muss sich der Anleger selbst hinterfragen: Schafft er es, mit eigenem Wissen die Altersvorsorge aufzubauen? Oder ist es demgegenüber nicht ratsam, auf kompetente Hilfe abzustellen? Denn wer die finanzielle Sicherheit anstrebt, sollte sich nicht überschätzen und somit lieber einen externen Berater oder eine Beraterin engagieren.
Die Finanzexperten der Banken und Versicherungen sind oft die ersten Ansprechpartner des Anlegers. Doch sie verkaufen in der Regel nur eigene Produkte. Ratsam ist es daher, einen unabhängigen Honorarfinanzberater zu engagieren, der an einer individuellen Lösung für den Sparer interessiert ist.
Anschließend muss der Anleger vorausschauend planen, welche persönlichen Ziele er mit der Altersvorsorge erreichen möchte. Vermutlich wird er später einmal eine Rente beziehen. Doch wie hoch fällt diese aus? Und welche Lücke kann sich durch laufende Kosten und die voranschreitende Inflation ergeben, die gedeckt werden muss?
Ist das Ziel definiert, so stehen jedem Sparer mehrere Hundert Wege offen, um das eigene Geld anzulegen. Ratsam ist es jedoch, dabei nur solche Modelle zu wählen, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen arbeiten – und die den Einfluss von Glück und Pech möglichst gering halten. Gesucht wird also eine evidenzbasierte Strategie.
Im vorletzten Schritt sollte die evidenzbasierte Strategie auch auf alle Verträge angewendet werden, die der Sprarer bereits hat. Ein guter Zeitpunkt, um diese zugleich nach versteckten Kosten oder hinsichtlich ihrer Rentabilität zu hinterfragen. Wo Bedarf besteht, können vor Jahren unterschriebene Verträge meist immer noch angepasst werden.
Wichtig ist es nunmehr, monatlich in die neu abgeschlossenen Verträge 20 Prozent des Nettoeinkommens einzuzahlen. Ein Vorgehen, das diszipliniert und konstant durchgeführt werden sollte. Der dadurch entwickelte Automatismus wird zum Erreichen des Anlageziels beitragen. Sollte der Bedarf bestehen, lässt sich diese Strategie aber auch jederzeit überprüfen und neu festlegen.
David Tappe ist Finanzexperte und Gründer sowie Vorstand der Tappe Consulting AG. Er unterstützt Menschen dabei, auf der privaten Ebene ein Vermögen für ihre Altersvorsorge aufzubauen. Weitere Informationen unter: https://tappeconsulting.de/
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