Viele haben Pläne und Träume für ihren Ruhestand. Wenn es aber um die finanzielle Planung geht, ist man schnell überfordert. Professionelle Ruhestandsplanung wird aufgrund steigender Lebenserwartung immer wichtiger.
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Grundsätzlich sind Eltern offen und interessiert an der geplanten Frühstartrente, wie eine Yougov-Erhebung im Auftrag der MLP School of Financial Education, dem Weiterbildungsinstitut des Finanzdienstleisters MLP, zeigt. 59 Prozent der befragten Eltern planen, sich zukünftig noch näher mit dem Konzept auseinanderzusetzen.
Ebenso viele sehen die Frühstartrente für einen potenziell bedeutenden Baustein in der finanziellen Vorsorge ihrer Kinder. Und 53 Prozent der Eltern sehen die Frühstartrente sogar als Anlass, sich intensiver mit Finanz- und Vorsorgethemen zu beschäftigen.
Mit der Frühstartrente will die Bundesregierung den frühzeitigen Aufbau einer privaten Altersvorsorge fördern. Eltern sollen künftig für ihre Kinder, die das 6. Lebensjahr vollenden, ein Altersvorsorgedepot bei einem Anbieter ihrer Wahl eröffnen können. Der Staat zahlt dann bis zur Volljährigkeit jeden Monat 10 Euro in das Depot ein. Es kann auch mit Beiträgen Dritter, beispielsweise der Eltern, aufgestockt werden.
27 Prozent der befragten Eltern mit Kindern, die im Jahr 2020 oder später geboren wurden, wollen es aber vorerst beim staatlichen Zuschuss von 10 Euro pro Monat belassen. Mit der Volljährigkeit kann das Kind das Depot weiter als gefördertes Altersvorsorgedepot nutzen und Kapital für den Ruhestand aufbauen. Das Kabinett hat Ende 2025 die Eckpunkte zur Frühstartrente beschlossen, in diesem Jahr soll das Gesetz dazu auf den Weg gebracht werden.
Für eine optimale Nutzung der Frühstartrente wünschen sich Eltern als unterstützende Maßnahmen besonders Einfachheit und Verlässlichkeit: Am häufigsten genannt werden eine automatische Erfassung der Kinder statt einer Antragspflicht (44 Prozent) sowie eine automatische Überführung des angesparten Kapitals in ein gefördertes Altersvorsorgedepot mit Vollendung des 18. Lebensjahres (41 Prozent). Rund jeder dritte befragte Elternteil (34 Prozent) wünscht sich zudem bildungspolitische Begleitung. Das können zum Beispiel Angebote an Schulen oder beim Arbeitgeber sein.
„Unsere Studie zeigt klar: Die Frühstartrente kommt bei Eltern gut an, aber die flächendeckende Umsetzung wird trotzdem kein Selbstläufer sein“, so Carolin Gellert, Leiterin der MLP School of Financial Education. „Mütter und Väter möchten Altersvorsorgekonzepte verstehen, bevor sie finanzielle Entscheidungen für ihre Kinder treffen. Das macht deutlich, dass staatliche Impulse allein nicht ausreichen. Sie müssen durch Finanzbildung und fachliche Orientierung flankiert werden, um langfristig Wirkung zu entfalten.“
Die Daten dieser repräsentativen Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels im Rahmen des „Omnibus Parents“, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum vom 10. bis 16. April 2026 insgesamt 1.003 Eltern befragt.
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