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Als die Preise für Energieträger zu steigen begannen, sollten davon offenbar auch viele sogenannte nachhaltige Investmentfonds Gewinne abbekommen. Denn deren Manager haben massiv Geld in diese Branche gesteckt. Mehr Geld als in nachhaltige Energien.
Das haben die Analystinnen Alison Schultz und Magdalena Senn von Finanzwende Recherche beobachtet, als sie 2.434 aktiv gemanagte Fonds genauer betrachteten. Diese sind nach Artikel 8 (grün) beziehungsweise 9 (dunkelgrün) der europäischen Nachhaltigkeitsrichtlinie SFDR eingeordnet. Alle zusammen erreichten zu der Zeit ein Volumen von etwa 2 Billionen US-Dollar. In der Studie sind sie in vier Kategorien unterteilt:
Genaugenommen geht es um den Zeitraum von Dezember 2021 bis Ende März 2022, als beispielsweise der Preis für Erdgas an der Börse um etwa 50 Prozent anzog (in April und Mai folgten die richtig großen Sprünge).
Mit der Erkenntnis: Um mitzuverdienen, steckten „nachhaltige“ Fondsmanager in der Zeit insgesamt 2,6 Milliarden Dollar zusätzlich in Energie-Aktien und 1,7 Milliarden Dollar in Versorger. 940 Millionen Dollar davon flossen in fossile Energieträger. Parallel dazu investierten sie vergleichsweise überschaubare 138 Millionen Dollar in Aktien für Erneuerbare Energien. Im Gegenzug stießen sie Technologiefirmen und Finanzaktien ab – wodurch der CO2-Abdruck in den Portfolios insgesamt um 7,9 Prozent wuchs.
Ende März 2022 waren die eigentlich dunkelgrünen Fonds nach Artikel 9 SFDR mit 176 Tonnen CO2 je Million Dollar sogar deutlich schmutziger als die Artikel-8-Fonds mit 120 Tonnen CO2 je Million Dollar.
Und bei welchen Unternehmen griffen die Manager vor allem zu? Hier sind die Top 5 (Land und Kaufbeträge in Klammern):
Im weiteren Verlauf des Jahres schoben die Manager übrigens noch weiteres Geld in fossile Energien nach, der Anteil der Erneuerbaren blieb hingegen gleich.
Wobei – darauf weisen die Autorinnen ausdrücklich hin – es sich um Durchschnitte handelt. Einige grüne Fonds verzichten nach wie vor komplett auf Energie durch Verbrennen – nur müsse man die erstmal finden.
„Es fehlen klare Regeln, was nachhaltige Fonds tun dürfen und was nicht“, bemängelt Co-Autorin Magdalena Senn. „Das Ergebnis ist ein massiver Etikettenschwindel im Bereich grüner Fonds – zum Nachteil von Kundinnen und Kunden, die auf Bezeichnungen wie ‚nachhaltig‘ oder ‚grün‘ vertrauen.“
Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen.
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