Wegen Corona-Krise

Deutsche sparen immer mehr, aber wenig effizient

Deutschland ist eine Nation der Sparer – daran hat auch die Corona-Krise nichts geändert. Im Gegenteil: In der Pandemie legen die Menschen noch mehr Geld beiseite, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Bevorzugt werden dabei aber noch immer mehrheitlich klassische Anlageformen. Mehr Hintergründe finden Sie hier.
© picture alliance / dpa Themendienst | Christin Klose
In der Corona-Krise legen mehr Menschen Geld zur Seite.

Eingeschränkte Konsummöglichkeiten und Sorgen vor Einkommensverlusten – der Anteil der Sparer an der Gesamtbevölkerung ist in der Corona-Krise von durchschnittlich 77 auf 80 Prozent gestiegen. Das geht aus einer repräsentativen Postbank-Umfrage hervor. Der größte Teil des Geldes liegt allerdings auf klassischen Anlagekonten.

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Der Umfrage zufolge legt knapp jeder vierte Sparer (23 Prozent) aktuell mehr Geld beiseite als vor der Corona-Krise. Im März 2020 lag dieser Wert noch bei 13 Prozent. „Die deutschen Haushalte haben in erheblichem Umfang zusätzliche Ersparnisse gebildet“, sagt Postbank-Kapital­markt­stratege Marco Bargel. „In der EU insgesamt beläuft sich diese Zusatz­ersparnis auf schätzungsweise gut 500 Milliarden Euro.“

Wohin fließt das Geld?

Beliebteste Anlageformen der Deutschen sind dabei mit Abstand das Girokonto und das klassische Sparbuch, obwohl das keine Zinsen bringt. 63 beziehungsweise 49 Prozent verwahren dort ihre Ersparnisse. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 waren es jeweils noch 38 Prozent. Auch die Zahl der Sparer, die ihr Geld zu Hause parken, ist nach Auskunft der Postbank seit dem Start der Umfragereihe vor zehn Jahren von 21 auf 31 Prozent gestiegen. Geld in Aktien und Fonds investiert aktuell knapp jeder Dritte (31 Prozent) – immerhin 14 Prozentpunkte mehr als 2011.

„Viele Deutsche scheuen nach wie vor die mit höher rentierlichen Anlagen verbundenen Risiken“, so Anlage-Experte Bargel. „Dabei verlieren Ersparnisse, die auf einem Bankkonto zinslos angelegt werden, angesichts der stark gestiegenen Inflation in realer Rechnung immer mehr an Wert.“

Autor

Achim

Nixdorf

Achim Nixdorf war von April 2019 bis Mai 2024 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

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