Produkte der Woche

Neues aus den Ideenschmieden der Versicherer

Die Allianz hat ihre Budgettarife in der betrieblichen Krankenversicherung für die ganze Familie geöffnet und ihre Zahnzusatzangebote überarbeitet, Smart Asset Management vereinfacht die Portfolioerstellung für Fondspolicen, die Cogitanda hat ihre Cyber-Deckung erweitert, die Zurich hat ihre nachhaltige Vorsorge weiterentwickelt, die Union Reise- und die Union Krankenversicherung bieten neue Leistungen in der Reisekrankenversicherung an, die Bayerische hat ein neues fondsgebundenes Produkt im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung gestartet und die Hanse-Merkur ist nun der Reiseversicherungspartner von Condor.
Familie beim Kinderarzt
© picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose
Ein Kinderarzt berät eine Frau und ihre Tochter: Die Allianz hat ihre Budgettarife in der betrieblichen Krankenversicherung für die ganze Familie geöffnet.
Allianz öffnet bKV-Budgettarife für ganze Familie 

Versicherte in einem arbeitgeberfinanzierten Budgettarif der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) der Allianz können ab sofort auch ihre Familien auf eigene Kosten über ein Gesundheitsbudget absichern. Die Allianz Private Krankenversicherung (APKV) bietet hier ergänzend für Familienangehörige die neuen Budgetpakete „MeinGesundheitsBudget E“, „MeinGesundheitsBudget Plus E“ und „MeinGesundheitsBudget Best E“ an. Das „E“ steht dabei für „Einzelversicherung“. Möglich sind fünf Budgetstufen zwischen 300 und 1.500 Euro.

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Gut zu wissen: Es gibt ein sechsmonatiges Öffnungsfenster. Schließen bKV-Versicherte innerhalb von sechs Monaten nach Beginn ihres eigenen bKV-Vertrags für ihre Familienmitglieder einen Budget-E-Tarif ab, entfällt für die Angehörigen die Gesundheitsprüfung und sie erhalten garantiert Versicherungsschutz. Auch laufende und angeratene Behandlungen sind vom ersten Tag an mitversichert. Nur für die Absicherung von Zahnersatzleistungen außerhalb des Budgets sind Angaben zu fehlenden Zähnen und angeratenen Behandlungen notwendig.

Die Leistungen der Budget-E-Pakete entsprechen denen der arbeitgeberfinanzierten Budgetpakete. Sie umfassen immer Zahnbehandlungen und Zahnvorsorge, Behandlungen beim Heilpraktiker und Naturheilverfahren, Sehhilfen einschließlich operativer Korrekturen der Sehschärfe sowie Arznei-, Heil- und Hilfsmittel inklusive der gesetzlichen Zuzahlungen. Darüber hinaus kommt die Versicherung bei Kindern und Jugendlichen bis zum 21. Lebensjahr für kieferorthopädische Leistungen auf.  

Unterschiede gibt es bei der Erstattung von Zahnersatzleistungen: Im Plus- und Best-Paket belasten diese nicht das Budget, sondern werden, inklusive der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, zu 70 Prozent (Plus) beziehungsweise zu 90 Prozent (Best) von der APKV übernommen.

Allianz stellt Zahnschutzportfolio neu auf

Auch an ihrem Zahnzusatzangebot hat die APKV geschraubt. Ab sofort ersetzen die drei Komplettpakete „MeinZahnschutz 75, 90 und 100“ die bisherige Tarifwelt. Sie sind mit und ohne Alterungsrückstellungen erhältlich.

Die Leistungen im Überblick:  

  • Kosten für die professionelle Zahnreinigung und Prophylaxe erstattet die APKV vollständig bis zu den Höchstsätzen der Gebührenordnung für Zahnärzte. Deckelungen der früheren Tarife der APKV entfallen.
  • Zahnbehandlungen erstattet die APKV ebenfalls zu 100 Prozent ohne Deckelungen – inklusive der Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Verwendet der Zahnarzt bei der Behandlung Akupunktur, Lachgas, Hypnose oder andere Betäubungen, um Patienten Angst und Schmerzen zu nehmen, übernimmt das die APKV.
  • Zahn-Bleaching ist in allen Tarifen enthalten: Die APKV stellt hierfür alle zwei Jahre bis zu 150 Euro bereit.

Unterschiede zwischen den Tarifen gibt es bei Zahnersatz wie Kronen, Implantaten und Inlays sowie bei Aufbissschienen. Kunden können zwischen 75-, 90- und 100- prozentiger Übernahme der Kosten wählen (inklusive Leistungen der GKV). Die Quoten gelten dann auch für die Kieferorthopädie. Der Maximalumfang bei der Kieferorthopädie liegt bei bis zu 3.000 Euro.

Der Versicherungsschutz greift ohne Wartezeiten ab dem ersten Tag. Die Erstattungsobergrenzen entfallen bei allen Tarifen nach drei Jahren. Besonderer Vorteil dabei: Das erste Jahr wird als Rumpfjahr gezählt. Das bedeutet: Ganz gleich, wann man abschließt, am Jahresende gilt man bereits als ein Jahr lang versichert.

 

Smart Asset Management macht Portfolioerstellung für Fondspolicen einfacher 

Die Hamburger Beratungsboutique Smart Asset Management Service (Sam) hat ihr Angebot um die webbasierte Anwendung „Samperform“ zur Erstellung von individuellen Portfolios für Fondspolicen erweitert. Die in Samperform erstellten Portfoliovorschläge basieren auf der Strategischen Asset Allokation (SAA) und einer dafür speziell entwickelten Methodik. Diese wird als Maximum Drawdown Optimiziation (MDDO) bezeichnet. Laut Sam bedeutet das: Das Portfolio werde so optimiert, dass die Renditeerwartungen angesteuert und gleichzeitig das Risiko des jeweiligen Kundenprofils minimiert werden.

Das Risikobudget wird anhand des Maximum Drawdown gemessen, also dem größtmöglichen Wertverlust innerhalb eines betrachteten Zeitraums, den der Anleger bereit ist zu akzeptieren. Die Entwicklung der Methodik erfolgte gemeinsam mit dem Institut für Vermögensaufbau (IVA), einem Analysehaus aus München mit den Schwerpunkten Portfolioanalysen und Risikomanagement.

Gut zu wissen: Neben den üblichen Fragen zu Laufzeit und Erfahrung ermittelt das sogenannte „Samperform Riskprofiling“ die Risikobereitschaft beziehungsweise das Risikobudget des Kunden in Verbindung mit einer erwarteten Rendite für die Zukunft.

„Das Risiko jeder einzelnen Anlageklasse wird anhand entsprechender Parameter bestimmt, beispielsweise der Volatilität“, erklärt Thorsten Dorn von Sam. „Die Korrelationen von Asset-Klassen werden ebenfalls ermittelt und in der Optimierung berücksichtigt.“ Der mehrstufige Investmentprozess berücksichtige dabei die anwählbaren Einzelfonds, spezielle Restriktionen des Tarifes, die Kosten auf Investmentebene und eventuelle Rückvergütungen (Kickbacks) der Fondsgesellschaften.  

Damit die Portfoliovorschläge für die Kunden möglichst präzise und nutzwertig werden, gibt es vier Kundenprofile, die die unterschiedlichen Kundenvorstellungen hinsichtlich Risikos und Rendite abbilden: „defensiv“, „ausgewogen“, „Wachstum“ und „maximale Rendite“. Jedes Profil beinhaltet eigene Restriktionen hinsichtlich Renten- und Aktienquoten, Gewichtungen einzelner Asset-Klassen sowie Renditeerwartungen, Risikobudget, Laufzeit und der Art der Zahlweise – also laufende Besparung oder Einmalbeitrag.  

Cogitanda erweitert Cyber-Deckung

Ab sofort ist ein neuer Rechtsschutzbaustein standardmäßig Bestandteil aller neu abgeschlossener „Cyber-Pro+“-Policen aus dem Hause Cogitanda. Der Baustein enthält eine Vermögensschaden-, Anstellungsvertrags- und eine Strafrechtsschutzdeckung. Hierdurch ist künftig auch das Management der versicherten Unternehmen im Cyber-Versicherungsfall abgesichert.

Mit dem Cyber-Vermögensschaden-Rechtsschutz sind die Kosten für die Abwehr von persönlichen Haftungsansprüchen gegen das Management im Falle von Vermögensschäden abgedeckt. Sowohl außergerichtliche Streitigkeiten als auch Mediationen und gerichtliche Verfahren sind enthalten. 

Der Cyber-Anstellungsvertragsrechtsschutz deckt die gerichtliche sowie außergerichtliche Wahrnehmung der rechtlichen Interessen des betroffenen Managers hinsichtlich Vergütungs- und Honoraransprüchen aus dem zugrundeliegenden Geschäftsbesorgungs- oder Dienstvertrag ab. Auch der Rechtsbeistand bei Streitigkeiten über die Auflösung eines Anstellungsverhältnisses ist abgedeckt.

Der Cyber-Strafrechtsschutz springt bei strafrechtlichen Vorwürfen ein. Hierbei werden die Kosten der Verteidigung des Managers gegen einen strafrechtlichen Vorwurf nach einem Schaden übernommen, beispielsweise im Falle von Datenhehlerei. Auch Kosten für die Abwehr von Vorwürfen aus dem Straf-, Ordnungswidrigkeiten- oder Disziplinarrecht einschließlich der Vollstreckungsverfahren und des vorsorglichen Rechtsschutzes vor Einleitung eines Ermittlungsverfahrens sind gedeckt.  

Zurich entwickelt nachhaltige Vorsorge weiter

Die Zurich hat ihr Angebot in der nachhaltigen fondsgebundenen Altersvorsorge erweitert: Mit dem neuen sogenannten „Depotmodell ETF mit Klimafokus“. Dieses wird ab dem 1. August 2022 über die Zurich-Exklusivpartner sowie Maklervertriebe verfügbar sein.

Das neue Angebot bringt laut der Zurich den strengsten Nachhaltigkeitsansatz von MSCI – den Socially Responsible Investing (SRI) Index – mit den Vorgaben des Pariser Klimaabkommens in Einklang. So würden ausschließlich ESG-Fonds aufgenommen, die nach Artikel 8 oder 9 der EU-Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten klassifiziert seien, strenge Ausschlusskriterien implementierten und im Rahmen ihrer ausgewiesenen nachhaltigen Investmentstrategie zudem strenge Umsatzschwellen für kontroverse Wirtschaftssektoren verfolgten.

Bei den Investitionen in Anleihen sei diese neuartige Indexkombination bisher noch nicht umsetzbar, ergänzt der Versicherer. Deshalb setze er hier bis auf Weiteres überwiegend auf den strengen SRI-Ansatz mit einem zusätzlich kompletten Ausschluss von Unternehmen mit Bezug zu fossilen Energieträgern.

URV und UKV mit neuen Leistungen in der Reisekrankenversicherung 

Versicherte der Union Reiseversicherung (URV) oder der Union Krankenversicherung (UKV) können sich freuen: Es gibt neue Leistungen in der Auslandsreisekrankenversicherung. Beide Versicherer sind Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe, die unternehmerische Führung liegt beim Konzern Versicherungskammer.

Erweiterungen gab es vor allem im Rahmen der Notfall-Ambulant-Assistent-Leistungen im Tarif „Medical Protect Plus“. Diese ermöglichen zum Beispiel eine schnelle medizinische Versorgung über das Ärzte- und Kliniknetzwerk der URV und UKV. In vielen Urlaubsregionen ist auch ein Haus- beziehungsweise Hotelbesuch durch medizinisches Fachpersonal möglich.

Neben dem physischen Besuch in einer Arztpraxis können die Versicherten auch eine telemedizinische Behandlung (in deutscher Sprache) per Smartphone-App oder Telefon wählen. Dieser Service wird vom URV- beziehungsweise UKV-Partner Medgate Deutschland bereitgestellt.

Zudem rechnen die Vertragsärzte direkt mit der Versicherung ab. Die Kunden müssen also in den meisten Fällen keine finanzielle Vorleistung mehr erbringen. Für die Nutzung des Urlaubsretter-Services müssen erkrankte Versicherungskunden die rund um die Uhr verfügbare Service-Hotline kontaktieren. Die telemedizinische Behandlung durch Medgate kann direkt über die gleichnamige Smartphone-App erfolgen.  

Die Bayerische startet neue fondsgebundene bAV

Die Versicherungsgruppe Die Bayerische bringt mit der Fondsrente „bAV Invest“ eine neue fondsgebundene Rentenversicherung auf den Markt. Das Produkt ist eine fondsgebundene Rentenversicherung in der Zusageform einer beitragsorientierten Leistungszusage (BOLZ).

Um Ertragschancen zu nutzen und gleichzeitig größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, werden die Beiträge dabei auf zwei Töpfe aufgeteilt. Die Bayerische nennt das ein „Zwei-Topf-Hybrid“. Und das geht so: Während ein Teil der Beiträge konservativ und besonders wertbeständig im Deckungsstock der Bayerischen angelegt wird, investieren wir den zweiten Teil in die Fondsanlage,“ erläutert Ute Thoma, Leiterin Betriebliche Vorsorge bei der Bayerischen, das Prinzip. 

Laut dem Versicherer sind unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten des Produktes denkbar und möglich. Die neue Fondsrente bAV Invest könne beispielsweise als Unterstützungskasse oder als Direktversicherung betrieben werden. Die Fondsanlage kann flexibel gestaltet werden. Aktuell stehen rund 60 Fonds, davon 20 ETFs (Exchange Traded Funds), mit unterschiedlichen Schwerpunkten zur Auswahl. Es besteht auch die Möglichkeit die Vermögensverwaltung dem Partner Flossbach von Storch zu überlassen. Dieser investiert in verschiedene Vermögensklassen wie Aktien, Anleihen, Edelmetalle oder Immobilien.

Mit dem Partner Blackrock als Vermögensverwalter steht zudem eine Anlageoption zur Verfügung, die ausschließlich Investitionen in ETFs vorsieht. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, in Nachhaltigkeitsfonds von Gesellschaften wie Pictet und Ökoworld zu investieren. Egal, welchen Weg der Kunde auch einschlagen möchte; eine Mindestrente in Höhe von 80 Prozent der gezahlten Beiträge ist zum Rentenzahlungsbeginn garantiert.

Hanse-Merkur wird neuer Reiseversicherungspartner von Condor

Die Hanse-Merkur ist ab sofort der neue Reiseversicherungspartner der Fluggesellschaft Condor. Reiselustige haben bei der Ticketbuchung die Wahl zwischen zwei Versicherungspaketen, um ihren Flug abzusichern. Alternativ können bereits gekaufte Tickets bis zu 30 Tage vor Abreise nachträglich versichert werden. 

Zur Auswahl stehen dabei die Reiseschutzprodukte „Condor Reiseschutz Basic“ und „Condor Reiseschutz Premium“. Der Condor Reiseschutz Basic beinhaltet eine Reiserücktrittsversicherung, Reiseabbruchversicherung, Umsteigeversicherung, Rail&Fly-Versicherung sowie eine Reiseunfallversicherung. Das Premium-Paket umfasst darüber hinaus Leistungen der Reisekranken-, Notfall- und Reisegepäckversicherung.

Darüber hinaus enthalten beide Produkte den Hanse-Merkur Corona-Zusatzschutz. Er deckt zum Beispiel Folgekosten ab, die entstehen, wenn im Urlaubsland aufgrund einer Erkrankung mit Covid-19 eine häusliche Quarantäne angeordnet und übergangsweise ins Hotel umgezogen werden muss. Der Condor Reiseschutz ist bereits ab 7 Euro erhältlich und kann bei der Flugbuchung oder nachträglich über den Condor Kundenservice hinzugebucht werden.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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