Die Investitionsbeträge in digitale Versicherer, sogenannte Insurtechs, sind im vierten Quartal 2022 kräftig eingebrochen. Lediglich 1,01 Milliarden US-Dollar fanden ihren Weg in die aufstrebende Branche, im Vorquartal waren es noch 2,35 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Rückgang um 57 Prozent. So eine schwache Phase gab es zuletzt im ersten Quartal 2020 (damals 912 Millionen Dollar), als Finanzmärkte und Wirtschaft wegen der Corona-Pandemie einbrachen. Das seitdem stärkste Quartal war indes das vierte im Jahr 2021 mit satten 5,30 Milliarden Dollar, also dem fünffachen Wert von Ende 2022.
Das berichtet der Rückversicherungs-Broker und -Berater Gallagher Re im Rahmen seines „Global Insurtech Report“. Darin deuten auch die Zahlen fürs Gesamtjahr auf harte Zeiten für Insurtech-Unternehmen hin. Denn 2022 steckten Investoren insgesamt 7,98 Milliarden Dollar in die Tech-Versicherer. Das ist fast die Hälfte des Vorjahres (15,80 Milliarden Dollar).
Ein weiterer Indikator dafür, wie knapp das Geld gerade wird: Im vierten Quartal 2022 verzeichnete Gallagher Re nur einen einzigen sogenannten Mega-Round-Deal. Unter so einer Megarunde versteht man einen Zufluss von 100 Millionen Dollar oder mehr. Und das erreichte nur der digitale Auto-Versicherer Clearcover aus Chicago mit einer Finanzspritze von 153 Millionen Dollar. Die stellte übrigens der kanadische Pensionsfonds Omers bereit.
Aus Deutschland konnten drei Insurtechs im vierten Quartal 2022 noch Geld einsammeln:
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