Nach dem Homeoffice

Wie sieht der neue Alltag im Maklerbüro aus?

Nach Wochen beziehungsweise Monaten im Homeoffice planen viele Makler und Vermittler, nun in ihre Büros zurückzukehren. Dabei müssen sie allerdings einiges beachten.
Positive businessman with portable computer on knees looking at camera and sitting on stairs. Portrait of mobile manager working everywhere. Business concept
© katemangostar / freepik
Es muss nicht direkt das Treppenhaus sein – aber ein Abstand ist zu halten.

Homeoffice statt Büro: Das Corona-Virus zwang viele Makler in den vergangenen Wochen, vom heimischen Schreibtisch aus zu arbeiten, den direkten Kontakt zu Kollegen und Kunden zu meiden. Doch mit den vorsichtigen Lockerungen, die Bundes- und Landesregierungen zuletzt beschlossen haben, steht für viele demnächst wohl eine Rückkehr ins Büro an. 79 Prozent der Führungskräfte und 82 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in deutschen Unternehmen befürworten das jedenfalls, so eine Umfrage der Jobplattform StepStone.

Klar ist aber auch: Ein einfaches „Weiter so“ wie vor der Pandemie kann es dabei nicht geben. Denn die Krise ist noch nicht überstanden. Wie kann also der neue Makler-Alltag im Büro aussehen?

„Über allem steht weiterhin das Gebot, Abstand zueinander zu halten“, sagt Karsten Allesch, geschäftsführender Gesellschafter des Deutschen Maklerverbundes (DEMV). „Das kann man unterschiedlich organisieren, etwa indem nur eine begrenzte Zahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an wechselnden Tagen ins Büro kommt – zum Beispiel Innen- und Außendienstler an unterschiedlichen Tagen. Um die Woche zeitlich zu entzerren, kann vorübergehend auch an Samstagen gearbeitet werden, was etwa bei Verwaltungstätigkeiten sinnvoll ist.“

Außerdem sei es wichtig, alle Maßnahmen zu ergreifen, die das Ansteckungsrisiko minimieren – also darauf zu achten, dass nicht zu viele Mitarbeiter in einem Raum sind, ausreichend lüften, auf gemeinsames Mittagessen verzichten. Allesch: „Auch sollten Desinfektionsmittel für die Hände bereitstehen und für alle Mitarbeiter Schutzmasken vorhanden sein, damit sie sicher mit Bus und Bahn ins Büro kommen können.“

Und wie sieht es mit Kundenkontakten aus? „Das kommt darauf an“, so der DEMV-Chef. „Bei Neukunden ist es wichtig, erst einmal ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Das geht natürlich am besten im persönlichen Kontakt. Findet ein solches Treffen im Büro statt, sollten die Abstandsregeln eingehalten und die übrigen Sicherheitsregeln beachtet werden. Grundsätzlich ist zurzeit aber vor allem ein sensibles Vorgehen gefragt: Viele Menschen sind momentan verunsichert und scheuen jeden persönlichen Kontakt, auch wenn er nach den bestehenden Regelungen abläuft. Makler sollten das offen ansprechen und sich nach den Kundenwünschen richten.“

Bei Bestandskunden, zu denen bereits ein Vertrauensverhältnis besteht, hält Karsten Allesch dagegen eine Online-Beratung für möglich, auch bei beratungsintensiven Versicherungen – sofern die technischen Voraussetzungen dazu gegeben sind.

Mehr zum Thema

Barmenia-Gothaer glaubt nicht an PKV-Wechselwelle

Die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sorgt in der Branche für Diskussionen – und…

Aktuare fordern Pflicht-Betriebsrente und flexiblere Rentenphasen

„Eine Alterssicherung, die allein auf Umlagefinanzierung basiert, steht langfristig nur auf einem Bein. Für mehr…

Umfrage 2026: Vema-Makler und betriebliche Vorsorge

Betriebliche Vorsorge ist inzwischen fester Bestandteil in der Arbeitskultur geworden – wenn auch noch nicht…

Autor

René Weihrauch arbeitet seit 35 Jahren als Journalist. Einer seiner Schwerpunkte sind Finanz- und Verbraucherthemen. Neben Pfefferminzia schreibt er für mehrere bundesweit erscheinende Zeitschriften und international tätige Medienagenturen.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert