Für europäische Versicherer

EU-Versicherungsaufsicht Eiopa strebt europäischen Insolvenzschutz an

Um Versicherungsnehmer in Europa besser zu schützen, will die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa einen europaweiten Insolvenzschutz etablieren. Das gab Eiopa-Präsidentin Petra Hielkema in einem Interview an. Dabei ging sie auch kurz auf die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die europäischen Versicherer ein.
Blick auf das Westhafen-Viertel und den Westhafen Tower in Frankfurt am Main (Hessen), aufgenommen am 04.09.2017. Der Westhafen Tower ist Sitz der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA).
© picture alliance / Arne Dedert | Arne Dedert
Blick auf den Westhafen Tower in Frankfurt am Main: Der Tower ist Sitz der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (Eiopa).

Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa spricht sich für einen europaweiten Insolvenzschutz für Versicherungen aus. Zwar hätten einige Länder so etwas schon – so wie Deutschland –, trotzdem sei ein länderübergreifendes System sinnvoll, meint Eiopa-Präsidentin Petra Hielkema gegenüber der „Börsen-Zeitung“ (kostenpflichtig).

Als Beispiel nennt sie den Fall eines europaweit tätigen Versicherers aus Dänemark. Der ging Pleite – und alle Versicherten außerhalb Dänemarks (wo es einen Insolvenzschutz gab), schauten in die Röhre. „Es ist schwierig, der Öffentlichkeit zu erklären, dass der Schutz in den einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedlich ist. Daran müssen wir arbeiten“, so Hielkema.

Die Eiopa-Chefin äußerte sich auch zu den direkten Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die europäischen Versicherer. Das Engagement in russische Kapitalanlage betrage nur 0,1  Prozent für den Versicherungssektor und 0,2 Prozent für die betriebliche Altersversorgung.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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