Für die Krankenversicherung

Signal Iduna setzt KI-Assistenten ein

Die Signal Iduna setzt mittlerweile KI-Assistenten ein, um Mitarbeitende im Service-Bereich der Krankenversicherung zu entlasten. Was der Assistent genau machen soll und wie das Projekt bisher läuft.
Mitarbeiter arbeiten mit VR-Brillen: Die Signal Iduna setzt auf KI-Assistenten, um Mitarbeitende im Kundenservice zu entlasten.
© Frimufilms / Freepik
Mitarbeiter arbeiten mit VR-Brillen: Die Signal Iduna setzt auf KI-Assistenten, um Mitarbeitende im Kundenservice zu entlasten.

Signal Iduna hat in Zusammenarbeit mit dem strategischen Partner Google Cloud einen neuen generativen KI-Assistenten für die Krankenversicherung (KV) entwickelt und eingeführt. Dieser soll Mitarbeitende im Kundenservice der KV entlasten und so mehr Zeit für die individuelle Kundenbetreuung schaffen.

Der Versicherer will damit die Kundenorientierung und die Servicequalität verbessern. Der KV-Wissensassistent basiert auf dem Sprachmodell Google Gemini sowie dem Google Cloud Service Vertex AI. Er ist das erste Projekt der KI-Strategie von Signal Iduna, die dafür sorgen soll, smarte Agenten in weiteren Unternehmensbereichen einzusetzen.

Den KV-Wissensassistent können alle internen und externen KV-Service-Mitarbeitenden über ihren gewohnten Anwendungen nutzen. Im Kundenkontakt soll der Wissensassistent Fragen zu Tarifbedingungen und Vertragswerken beantworten, die Recherche relevanter Dokumente erleichtern und so die Mitarbeiter dabei entlasten, wenn sie Kundenanfragen bearbeiten.

So sehen die bisherigen Ergebnisse mit dem KI-Assistenten aus:
  • Mitarbeitende konnten die benötigte Zeit für die Suche nach passenden Informationen laut Angaben der Signal Iduna im Durchschnitt um circa 30 Prozent verringern.
  • Bis zu 20 Prozent mehr Anliegen konnten sie  im ersten Kundengespräch vollständig klären.
  • Die generative KI-Lösung erzielt laut Angaben der Signal Iduna derzeit zu 80 bis 85 Prozent richtige Antworten. Mittelfristig soll sie bei rund 90 Prozent liegen. Die KI-Lösung liefert Informationen aus knapp 2.000 Dokumenten und gibt dazu die jeweiligen Quellen an, sodass die Mitarbeitenden die Antworten überprüfen können.

Auch der Versicherungsanbieter Domcura aus Kiel nutzt künftig Künstliche Intelligenz (KI) in seinem Backoffice. Domcura setzt den KI-Mitarbeiter KIM ein, um Schäden schneller zu bearbeiten (wie wir im Oktober berichteten). KIM soll eigenständig Aufgaben in der Schadenbearbeitung übernehmen und damit bislang unbesetzte Stellen besetzen.

Der KI-Mitarbeiter baut auf der ChatGPT-Technologie auf und wurde innerhalb von zwölf Monaten entwickelt. Er soll Fotos von Versicherungsschäden auswerten, handschriftliche Notizen auslesen und relevante Dokumente scannen und bearbeiten. Aus diesen Daten und den Versicherungsbedingungen berechnet er dann die Auszahlungssummen und teilt sie Versicherungsnehmern und Vermittlern innerhalb von rund 15 Minuten mit.

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Autorin

Barbara Bocks ist seit 2011 als Journalistin im Wirtschafts- und Finanzbereich unterwegs. Von Juli 2024 bis Dezember 2025 war sie als Redakteurin bei der Pfefferminzia Medien GmbH angestellt.

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