Erfahrungsbericht

E-Mobilität im Außendienst – Fluch oder Segen?

Elektroautos sind politisch gewollt – und immer mehr Menschen steigen bereits auf diese Variante des Fahrens um. Für Stadtfahrten ist das in der Regel kein Problem, aber kommt auch ein Versicherungsmakler damit klar, der größere Strecken bewältigen muss? Dirk Lauffer von CuP Versicherungsmakler hat den Test gemacht.
© privat
Versicherungsmakler Dirk Lauffer hat sein Büro nachhaltig aufgestellt.

E-Mobilität ist das aktuelle Credo unserer Regierung. Ab 2035 sollen keine neuen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden und ab 2050 werden sie dann komplett von den öffentlichen Straßen verbannt. VW sieht darin den „größten Übergang seit dem Wandel vom Pferd zum Auto“. Ab Januar 2022 ändert sich die BAFA-Förderung und der Bonus könnte um stattliche 3.000 Euro geringer ausfallen. Soweit die bekannten Fakten.

Aber was bedeutet das für einen Maklerbüro im Außendienst? Ich habe das ausprobiert und sattelte bereits Mitte 2020 auf E-Mobilität um – und ließ am Büro eine Wallbox installieren.

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Mein Resümee? Grundsätzlich finde ich E-Autos eine super Sache. Es ist schön zu wissen, dass beim Fahren kein stinkender Rauch aus dem Auspuff kommt, und außerdem haben Elektroautos aufgrund ihres Drehmoments ordentlich Drive beim Anfahren. Es macht also richtig Spaß. Mit gefällt auch gut, dass Elektroautos so leise sind. Das ist zum einen angenehm, wenn man selbst fährt, aber auch die Umwelt profitiert davon. Es ist ja schon so, dass es selten geworden ist, dass man irgendwo spazieren geht und kein Auto fahren hört.

Die Wallbox am Maklerbüro von Dirk Lauffer. Quelle: CuP Versicherungsmakler

Allerdings gibt es auch die Schattenseiten, in meinem Fall vor allem die Reichweite. Die Zielgruppe meines Maklerbetriebes sind freie Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland. Deshalb ist meine Wahl auch auf einen Plug-in-Hybrid gefallen, also ein Fahrzeug, das mit Benzin weiterfährt, wenn der Strom verbraucht ist. Die Alternative wäre immer wieder Zwischenstopps zum Laden.

Deutschlandweites Fahren ist noch schwierig

Wenn jemand regional unterwegs ist, würde ich Elektromobilität unbedingt empfehlen, zumal auch die Infrastruktur der Ladestationen immer besser wird. Hier ist es einfach eine großartige Sache, die sicherlich auch bei den Kunden gut ankommt. Deutschlandweit ist das schon schwieriger. Allerdings sind wir, nicht zuletzt wegen Covid-19, bei weitem nicht mehr so viel unterwegs, sondern nutzen verstärkt Online-Beratungen.

Das spart natürlich viele Kilometer und macht E-Mobilität für mich noch interessanter, denn die „normalen“ täglichen Wegstrecken ins Büro, zum Einkaufen und so weiter, die schafft mein E-Auto spielend. Ich würde die Entscheidung, ein E-Auto zu kaufen, jederzeit wieder treffen und  bin schon gespannt, wie sich das Thema E-Mobilität weiterentwickelt.

Haben Sie schon Erfahrungen mit E-Autos im Außendienst gesammelt? Wenn ja, freuen wir uns auf Ihre Kommentare!

Über den Autor

Dirk Lauffer ist geschäftsführender Gesellschafter von CuP-Versicherungsmakler aus Fürth und Gewinner des Awards „Nachhaltigstes Maklerbüro in Deutschland 2021“.

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2 Antworten

  1. Ich fahre seit 2018 ein E-Auto und würd keinen Verbrenner mehr haben wollen. Allein die Laufruhe ist durch nichts zu ersetzen. Jetzt im Winter ist es auch angenehm per App das Fahrzeug vorzuheizen. Vereiste Scheiben gehören der Vergangenheit an. Auf Langstrecken gibt es auch kaum Unterschiede zu Verbrennern. Mittlerweile gibt es genügend CCS-Säulen wo geladen werden kann. Bei meinem amerikanischen Modell berechnet das Navi automatisch wo ich wie lange laden muss, falls das Ziel nicht ohne Zwischenstopp erreichbar ist. In den Urlaub waren es 900 km. Hat genau so lange gedauert wie vorher mit einem Benzin Auto.Leute die zum ersten Mal mitfahren sind immer wieder von der Beschleunigung überrascht. Also einfach mal ausprobieren, statt Gründe zu finden warum man nicht wechseln soll. Übrigens nicht zu vergessen der Verbrauch: 20 kw/h auf 100 km im Schnitt. Da nimmt sich jeder Verbrenner deutlich mehr.

  2. Ich kann meinen Vor-Kommentator hier nur zustimmen. Und ich habe bisher sogar nur Elektroautos gefahren, die eigentlich nicht für den Außendienst geeignet sind. Dennoch denke ich, dass gerade im Bereich des Außendienstes sehr schnell Elektroautos eingesetzt werden müssen. Ich habe mal eine Dienstreise von 1.300 km mit einem Corsa-e gemacht. Das macht keinen Spass, aber es geht. Mit anderen Autos noch deutlich problemloser. Hier meine Erfahrung dazu: https://dienstreiser.de/herausforderung-mit-dem-corsa-e-1-300-km-in-3-tagen
    Zum Thema Ladesäulen: Ich habe in diesen 3 Tagen 10 verschiedene Ladesäulen angesteuert und musst kein einziges mal warten. Immer war sofort eine Ladesäule frei. Natürlich müssen wir weiter die Ladeinfrastruktur ausbauen, aber es ist ohne Probleme möglich Deutschlandweit mit Elektroautos zu den Kunden zu kommen.
    In dem Erfahrungsbericht hätte mich mal interessiert, welches Elektroauto denn getestet wurde und wo die persönlichen (negativen) Erfahrungen waren.
    Gruß,
    Euer Dienstreiser
    P.S. zum Thema ökologisches Reisen fände ich übrigens wichtig, auch die Bahn nicht zu vergessen.

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