Selbstbestimmungsbarometer 2023

Vertrauen in die Altersvorsorge ist auf einem niedrigen Niveau

Die Deutschen schauen mit wenig Zuversicht auf ihre Finanzen. Das Vertrauen in die Altersvorsorge ist niedrig – und die Leute bezweifeln, dass es sich lohnt, Geld langfristig anzulegen. Zu diesem Ergebnis kommt das Selbstbestimmungsbarometer 2023 von Swiss Life Deutschland.
© Swiss Life Deutschland
Jörg Arnold ist Geschäftsführer von Swiss Life Deutschland.

Obwohl es vielen Menschen (80 Prozent) hierzulande wichtig ist, selbstbestimmt und unabhängig zu sein, fühlen sich tatsächlich nur 53 Prozent so – Tendenz abnehmend. Im vorherigen Jahr waren es noch 56 Prozent, 2021 noch 59 Prozent und 2020 sogar 63 Prozent. Das sind Ergebnisse des aktuellen Selbstbestimmungsbarometers der Swiss Life Deutschland.

Für 47 Prozent der Befragten ist die Relevanz der Selbstbestimmung danach wichtiger geworden. Zu den wichtigsten Grundbedürfnissen für ein selbstbestimmtes Leben zählen Entscheidungsfreiheit (52 Prozent) und finanzielle Unabhängigkeit (36 Prozent).

Bei den Finanzen fühlen sich 47 Prozent der Befragten selbstbestimmt. Damit ist der Wert stabil geblieben. Das Gefühl der Selbstbestimmung bei der finanziellen Altersvorsorge ging um 3 Prozentpunkte auf 39 Prozent zurück. Ebenfalls leicht rückläufig ist die finanzielle Zuversicht der Menschen. Lag sie 2022 noch bei 64 Prozent sind es jetzt 60 Prozent. Bei Menschen im Ruhestand ist der Rückgang noch etwas höher. 46 Prozent bewerten ihre Finanzen in zehn Jahren positiv, 2022 waren es 51 Prozent.

Vertrauen in Altersvorsorge auf niedrigem Niveau

„Ein Drittel der Menschen in Deutschland glaubt aufgrund der Unsicherheiten, dass es sich nicht lohnt, Geld langfristig anzulegen“, beschreibt Jörg Arnold, Chef der Swiss Life Deutschland, die Ergebnisse. „Die finanziellen Mittel für den Ruhestand haben ebenfalls nur ein Drittel der befragten Personen gut geplant. Insbesondere Frauen fallen hier deutlich zurück.“ Bei den Frauen sind es 24 Prozent und bei den Männern 35 Prozent. Auch in den Altersgruppen gibt es Unterschiede. Jüngere Menschen fühlen sich weniger gut aufgestellt als Ältere.

Außerdem sei das Vertrauen in die Altersvorsorge auf einem niedrigen Niveau. Knapp jeder Dritte glaubt, dass staatliche und private Vorsorge im Alter für ein selbstbestimmtes Leben reichen werden. Auch hier gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern, wobei Frauen skeptischer sind als Männer und auch junge Menschen weniger optimistisch als ältere. Und viele geben an, sich zu spät um die eigene Altersvorsorge gekümmert zu haben und auch mehr sparen zu wollen.

Quelle: Selbstbestimmungsbarometer 2023, Swiss Life Deutschland

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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