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Finanzminister Christian Lindner (FDP) hat es verkündet: Das Generationenkapital kommt, und verantwortlich ist dieselbe Truppe, die auch den „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“, den Kenfo betreut. Er ist die größte öffentlich-rechtliche Stiftung Deutschlands, 24 Milliarden Euro liegen dort drin. Direkt verantwortlich ist der Vorstand aus Anja Mikus (Vorsitzende), Stefan Spannagl (operatives Geschäft) und Thomas Bley (Finanzen und Risiken).
Doch wie sieht der Kenfo eigentlich aus und was steckt drin?
Ein Blick in die (ziemlich kurzen) Anlagerichtlinien zeigt, dass sich der Fonds eng daran orientieren soll, wie Versicherer ihr Vermögen anlegen. Die allgemeinen Anlagegrundsätze verweisen auf Paragraf 124 Absatz 1 des Versicherungsaufsichtsgesetzes.
Dort wiederum geht es nicht wirklich konkret zur Sache. Kurzfassung: Versicherer sollen wissen, was sie da kaufen, und es bewerten können. Hedgefonds-Strategien mit Derivate-Schmu, also zum Beispiel Leerverkäufe, sind verboten. Und nicht an der Börse gehandelte Anlagen seien „auf einem vorsichtigen Niveau zu halten“. Wie hoch das liegt, steht dort nicht.
Wichtig indes sind die Punkte 7 und 8. Sie verlangen, dass das Vermögen breit zu streuen ist und Klumpenrisiken so zu vermeiden sind. Und dazu lässt sich festhalten: Das erledigen die Kenfo-Macher vorbildlich.
Dazu später mehr. Denn zunächst lässt sich festhalten, dass die Transparenz mehr als dünn ist. Was zugleich auch das nervigste Problem am Kenfo sein dürfte. Der jüngste Geschäftsbericht bezieht sich auf 2022. Halbjahresberichte – wie bei normalen Fonds vorgeschrieben – gibt es nicht.
Des Weiteren gibt der Kenfo zwar Mandate an externe Vermögensverwalter heraus, die sich dann um Teile des Vermögens kümmern. Das ist auch absolut sinnvoll, schließlich sind das Spezialisten. Nur wäre es auch mal interessant, an wen diese Mandate überhaupt gehen. Für die illiquiden Anlagen lässt sich das aus der Vermögensübersicht herauslesen. Was aber Aktien und Anleihen angeht, bleibt es unklar. Darauf angesprochen teilt ein Pressesprecher mit, dass der Kenfo solche Informationen „aus Gründen der Neutralität und Gleichbehandlung“ nicht herausgibt.
Eine Grafik mit der bisherigen Wertentwicklung gibt es auch nicht, aber immerhin Jahreszahlen. So erreichte der Kenfo folgende Renditen:
Im Jahr 2018 wurde das Vermögen erst aufgebaut, weshalb es dafür keine Renditezahlen gibt. Und was in Hinblick auf das geplante Generationenkapital interessant sein könnte, ist die reine durchschnittliche Rendite des Aktienportfolios seit Start des Kenfo: 9,1 Prozent pro Jahr.
Doch Aktien spielen in diesem Fonds nur die halbe Rolle, denn so verteilte sich das gesamte angelegte Vermögen per Ende 2022:
Hinzu kommen bereits zugesagte Direktanlagen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro und der Barbestand von 1,2 Milliarden Euro. Allerdings ist der Geschäftsbericht in dieser Hinsicht nicht ganz klar, denn die Autoren springen fröhlich zwischen Buchwert, also dem bilanzierten Wert, und Marktwert, also dem tatsächlichen Wert, hin und her.
Seite 2: Deutlich besser gestreut als der MSCI World
Nun denn, ein paar Dinge lassen sich trotzdem herauslesen: Die 41,2 Prozent der Aktien verteilen sich zum Beispiel auf sage und schreibe über 4.000 Einzeltitel, was die Punkte 7 und 8 von Paragraf 124 mehr als erfüllen dürfte. Größte Position war Ende 2022 die Aktie von Taiwan Semiconductor mit 0,45 Prozent Gewicht.
Nette Nebeninformation: US-amerikanische Aktien machen lediglich 34,5 Prozent des Aktienteils aus und damit – kleiner Dreisatz gefällig? – 14,2 des gesamten angelegten Vermögens. Zum Vergleich: Der von Anlegern und Verbraucherschützern so hoch verehrte Aktienindex MSCI World als empfohlene Basis für Indexfonds besteht zu mehr als 70 Prozent US-Aktien. Das könnte man ein ziemliches Übergewicht nennen.
Auch bei den Anleihen halten die Kenfo-Verantwortlichen die an den Weltkapitalmärkten so dominanten USA einigermaßen im Zaum. Bei den Unternehmensanleihen machen sie zwar rund 40 Prozent aus. Bei den Staatsanleihen sind es jedoch nur 13,5 Prozent. Stattdessen finden sich dort sogar Schwellenländer wie Indonesien (3,7 Prozent), Mexiko (3,5 Prozent) und Thailand (3,1 Prozent) in vergleichsweise hohen Dosen. Auch das ist ganz im Sinne gut und breit gestreuter Risiken.
Somit ergibt sich insgesamt ein deutlich ausgewogeneres Bild, als … um bei dem Beispiel zu bleiben … bei einem einfach globalen Indexfonds, einem ETF. Dort dominieren immer die USA.
Was allerdings besonders auffällt, sind die illiquiden Anlagen. Das sind direkte Investitionen, ohne den Umweg über Aktien und Anleihen. 1,3 Milliarden Euro steckten Ende 2022 bereits in solchen Positionen. Hinzu kommen noch die bereits erwähnten 2,2 Milliarden Euro.
Worum geht es dort? Das Geld fließt über Fonds in Infrastruktur, Unternehmen (Private Equity) und Unternehmenskredite (Private Debt). Ende 2022 hatte sich der Kenfo an zwölf Fonds für Infrastruktur, neun Fonds für Private Debt und 25 Fonds für Private Equity beteiligt.
Ein Beispiel und zugleich mit 0,44 Prozent Gewichtung die größte Position ist der DIF Infrastructure VI. Der verantwortliche Investor DIF Capital Partners steckt das Geld rund um den Globus in Projekte und Versorger mit Erneuerbarer Energie.
Und dafür wiederum ein Beispiel im Fonds ist Blu-Earth Renewables aus Kanada. Es betreibt Anlagen für Wind-, Wasser- und Solarstrom. Die bereits laufenden Anlagen können eine Leistung von 428 Megawatt erzeugen. Über 2 Gigawatt sollen noch hinzukommen. Somit fließt das Geld für die Entsorgung von Atommüll erst einmal für einige Jahre in Erneuerbare Energien.
Zählt man alle Einzelteile zusammen, mag der Kenfo zwar einem klassischem Sparbuchsparer Herzrasen verpassen. Wer aber akzeptiert, wie Investieren in seiner ursprünglichsten Form funktionieren sollte, erkennt: Der Kenfo hat mit spekulieren oder gar zocken – was manche Menschen ja auch mit dem Generationenkapital verbinden – rein gar nichts zu tun. Stattdessen ist er extrem breit, umsichtig und mit Mut zu wohldosiertem Risiko aufgestellt.
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