Maxpool-Geschäftsführer Oliver Drewes. ©
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  • 15.10.2014 um 15:09
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Strenge Regulierung, alte Makler, Nachwuchssorgen: Die Zahl der Finanz- und Versicherungsvermittler wird immer kleiner. Um zu überleben, werden viele Maklerpools sich mit der Konkurrenz zusammenschließen müssen, meinen Experten. Was Maklerpool-Vertreter selbst darüber denken.

Nach dem Inkrafttreten des LVRG wird die Anzahl der Makler in Deutschland sinken. Das erwarten 60 Prozent der insgesamt 300 Makler und Vermittler, die Procontra-Online befragt hat.

Ein Mitgliederschwund würde Maklerpools große Probleme bereiten. Daher rechnen viele Experten damit, dass sich mehrere Pools über kurz oder lang werden zusammenschließen müssen um zu überleben. Doch was meinen die Vertreter der Maklerpools selbst dazu? Procontra-Online hat die Chefs von BCA, Jung, DMS & Cie., Fonds Finanz & Co. befragt.

Ein Zusammenschluss würde das Know-how der beiden Partner bündeln und so eine größere Verhandlungsmacht gegenüber Produktpartnern bieten, meint BCA-Chef Frank Ulbricht.  Auch der Zugang zu bestehenden Geschäftsfeldern und Zielgruppen könnte verbessert werden. Sebastian Grabmaier, Chef des Maklerpools Jung, DMS & Cie. rechnet zudem mit einem effizienteren Service, der Maklern Kostenvorteile bieten würde.

Kostenexplosion durch Strukturierung

Anders sieht das Bernward Maasjost von PMA. „Der Strukturierungsaufwand wäre allerdings enorm hoch, was zu einer Kostenexplosion führen könnte“, erklärt er gegenüber Procontra-Online.

Auch Markus Kiener von Fonds Finanz rechnet im Falle einer Fusion mit „enormen Kosten“. Die Integration zweier Unternehmen mit unterschiedlichen technischen Systemen, Traditionen, Kulturen und Standorten gehe selten erfolgreich über die Bühne, meint er. Auch Maxpool-Chef Oliver Drewes steht einem Zusammenschluss skeptisch gegenüber. „Sobald ein Versicherer in der Gesellschafterstruktur ist, verliert ein Pool seine Seele als Dienstleister für Makler“, sagt er. „Das wäre nicht meine Welt“.

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