IVFP-Umfrage

Altersvorsorgedepot: 72 Prozent der Unternehmen planen Angebot

Der Stichtag für das neue Altersvorsorgedepot rückt näher. Laut einer IVFP-Umfrage wollen 72 Prozent der Unternehmen ein solches Depot anbieten, bei den Lebensversicherern sind es sogar 75 Prozent.
Michael Hauer ist Professor an der technischen Hochschule Amberg-Weiden und Geschäftsführer am IVFP
© IVFP
Michael Hauer ist Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung.

Der Jahreswechsel rückt näher und damit auch der Stichtag für das neue Altersvorsorgedepot. Und 72 Prozent der Unternehmen möchten zumindest ein solches Depot anbieten. Bei den Lebensversichern sind es sogar 75 Prozent.

Das geht aus einer Umfrage des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hervor. Die Nettostichprobe umfasst 50 Unternehmen, darunter 32 Lebensversicherer, 11 Fondsgesellschaften, 5 Neobroker oder Digitalplattformen und 2 Kreditinstitute.

76 Prozent bezeichnen die Altersvorsorge als zentrales Wachstumsfeld, weitere 22 Prozent als wichtiges Ergänzungsfeld. „Die hohe strategische Bedeutung zeigt, dass sich der Markt nicht nur punktuell auf die Reform vorbereitet. Das Altersvorsorgedepot ist für nahezu alle befragten Unternehmen Teil ihrer künftigen Wachstums- oder Produktstrategie“, sagt IVFP-Geschäftsführer Michael Hauer.

Produktpaletten werden breiter

Unter den 36 Unternehmen mit konkreter Angebotsabsicht setzen 25 Prozent beim Standardprodukt auf eine Kooperation, 64 Prozent wollen ein eigenes Standardprodukt auflegen. Darüber hinaus planen über 70 Prozent der Unternehmen ein Altersvorsorgedepot ohne Garantie. 44 Prozent bereiten ein Garantieprodukt mit 80-prozentiger Garantie vor, ein Fünftel eine Variante mit 100-prozentiger Garantie.

Bei den Anlagemöglichkeiten für Nicht-Standardprodukte ergibt sich kein eindeutiges Bild. Von 29 antwortenden Unternehmen planen 62 Prozent ETFs und 59 Prozent aktive Investmentfonds. Gemanagte Portfoliolösungen werden von 41 Prozent genannt. Eltifs spielen mit 3 Prozent bislang nur eine untergeordnete Rolle; 24 Prozent können noch keine konkrete Angabe machen.

Bei der Zulagensystematik planen 53 Prozent eine eigene technische Umsetzung mit der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA), 34 Prozent eine Partnerlösung. Unter den antwortenden Lebensversicherern setzen 62 Prozent auf eine eigene Lösung und 19 Prozent auf einen Partner. Bei Kreditinstituten, Fondsanbietern und Neobrokern sind es 36 beziehungsweise 64 Prozent.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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