Vor ein paar Tagen war es noch ein Gerücht, jetzt haben es die Beteiligten fertig eingetütet: Die Run-off-Plattform Frankfurter Leben kauft ihren Konkurrent Athora Germany. Das melden die daran beteiligten Unternehmen. Der Verkauf sei verbindlich vereinbart, heißt es.
Die Transaktion steht allerdings noch unter Vorbehalt der üblichen regulatorischen Genehmigungen und weiteren Bedingungen. Abgeschlossen soll sie bis Mitte 2027 sein. Weitere Details geben die Beteiligten nicht bekannt.
Als Geldgeber hat die Frankfurter Leben die DWS gewonnen, mit der sie nun strategisch zusammenarbeiten will. Die Fondsgesellschaft habe „einen niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Betrag“ als nachrangiges Kapital in die Frankfurter Leben gesteckt. Das heißt: Sie hat damit deren Eigenkapital kräftig aufgepolstert. Diese Partnerschaft eröffne „im Versicherungsbereich weitere Entwicklungsperspektiven“, schwärmt Frankfurter-Leben-Chef Christian Wrede.
Was sich wiederum die DWS von dem Deal verspricht, beschreibt deren Chef Stefan Hoops: „Wir sehen Bestandsplattformen als Wachstumsfeld, in dem wir unser Know-how gezielt einbringen können. […] Mit unserer langjährigen Erfahrung als ein führender Anbieter kundenorientierter Altersvorsorgelösungen in unserem Heimatmarkt und unserer Investment-Expertise im Bereich Alternatives ist die DWS ideal positioniert, um bevorzugter Partner für das Management der alternativen Anlagen der Frankfurter Leben Gruppe zu werden. Damit stärken wir unser institutionelles Versicherungsgeschäft und bauen unsere Präsenz im wachsenden Markt für Versicherungsanlagen aus.“
Athora Germany verwaltet ein Portfolio traditioneller Lebensversicherungen, fondsgebundener Policen und Pensionsverträge mit einem gesamten Volumen von 3,5 Milliarden Euro Das Geschäft hatte ursprünglich Athene im Jahr 2014 gekauft und 2018 im Zuge einer Umbauaktion auf Athora übertragen.
Frankfurter Leben ist eine deutsche Versicherungsgruppe und ebenfalls auf Kauf und Verwaltung von Lebensversicherungs- und Pensionsbeständen spezialisiert. Nach der Athora-Übernahme bringt es die Gruppe auf 800.000 Kunden und ein betreutes Vermögen von 17 Milliarden Euro.
Und wie soll es für die Kunden weitergehen? Die Athora-Mitarbeiter wolle man übernehmen, heißt es, und sie sollen die Bestände weiter betreuen.
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