Nicht ganz so verbissen

Weniger Marderschäden durch Lockdown

Der Corona-Lockdown sorgte bei Autoversicherern für einen interessanten und gar erfreulichen Nebeneffekt. Er hat mit kleinen, beißenden Raubtieren zu tun.
Marder
© Pixabay.com
Autofahrers Alptraum: der Marder

Zur Abwechslung mal eine gute Nachricht vom Lockdown. Als Deutschland alles dichtmachte, sanken auch Zahl und Gesamtwert von Marderschäden an Autos. Das meldet der Versicherungsverband GDV und bezieht sich dabei auf Zahlen von 2020.

In diesem ersten Corona-Jahr zählten Kfz-Versicherer rund 217.000 Schäden durch die possierlichen Raubtiere. Den Gesamtwert geben sie mit rund 90 Millionen Euro an.

Dass die Zahl der Schäden somit im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent sank, erklären sich die Versicherer mit dem Corona-Lockdown. Denn besonders betroffen seien Autos, die häufig in unterschiedlichen Revieren von Mardern parken. Und im Lockdown wurden Autos nun mal insgesamt weniger bewegt. Wie sich die Schäden über das Jahr verteilten, zeigt die folgende Grafik.

Marderschäden sind die am Dritthäufigsten auftretenden Schäden an Autos. 2020 stand Glasbruch mit über 1,9 Millionen Fällen auf Platz 1, gefolgt von Wildschäden mit 272.000.

Als kleine Hilfe liefert der GDV drei Tipps, wie Autobesitzer ihre Vehikel vor Mardern schützen können:

  • Den Motorraum nach Marderbesuch fachgerecht reinigen lassen, am besten durch eine Werkstatt. Denn Marder reagieren sehr aggressiv auf die Duftspuren ihrer Artgenossen.
  • Den ganzen Motorraum abschotten, beispielsweise durch elastische Drahtgitter unter dem Motor.
  • Kabel und Schläuche ummanteln, beispielsweise durch zusätzliche Schläuche aus Hartplastik.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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