Aktuelle Zahlen

Elektroautos in der Stadt begehrter als auf dem Land

In der Stadt nutzen mehr Menschen Elektroautos als in ländlichen Regionen – das zeigen aktuelle Zahlen der Itzehoer Versicherungen und widersprechen damit einer Umfrage von Check24. Eine weitere Erkenntnis des Kfz-Versicherers: Die Besitzer dieser E-Autos finden sich vor allem in der Altersgruppe 50plus.
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Beschilderung an einem E-Parkplatz in Schleswig.

Wo könnten Elektroautos die meiste Akzeptanz haben, auf dem Land oder in der Stadt? Die meisten Befragten würden wohl antworten, dass Elektroautos in der Stadt häufiger anzutreffen sind als auf dem Land. Allerdings spricht das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Vergleichsportals Check24 eine andere Sprache. Demnach sei das Interesse an reinen Elektroautos in ländlichen Gebieten der Bundesrepublik größer als in den Städten. 11 Prozent der Befragten, die auf dem Land oder in der Vorstadt leben, hätten bereits ein E-Auto oder wollen sich eins anschaffen. In den Städten dagegen seien es dieser Befragung zufolge nur rund 8 Prozent. 

Itzehoer-Zahlen widersprechen dem Umfrageergebnis

Die unzureichende Ladeinfrastruktur in vielen Ballungsräumen soll für diese Zahlen der Grund sein. „Auf dem Land können viele Autofahrer ihren Elektrowagen zu Hause in der eigenen Garage aufladen. In der Stadt kann es dagegen schon schwierig werden, einen freien Parkplatz mit Ladesäule zu finden. Das beeinflusst natürlich die Kaufentscheidung“, wird Rainer Klipp, Geschäftsführer Kfz-Versicherungen bei Check24, zitiert.  

Die Itzehoer Versicherungen jedoch konnten das gar nicht glauben – und forschten im eigenen Versicherungsbestand nach. Und siehe da: „Unsere Versicherungszahlen sprechen eine ganz andere Sprache“, sagt Thiess Johannssen, Pressesprecher der Itzehoer Versicherungen. „Vor allem in den Gebieten mit mittlerer Besiedlungsdichte verzeichnen wir viele E-Autos. In den dicht besiedelten Gebieten sind es über alle Automarken hinweg etwa gleich viele wie in den gering besiedelten Regionen.“ 

Tesla ist die häufigste Marke der E-Autos bei der Itzehoer

Eine Automarke steche dabei deutlich hervor: „Tesla ist vor allem in den Städten, aber auch auf dem Land die beliebteste Marke“, stellt Johannssen fest. Es folgen Renault, Volkswagen, Mercedes, Hyundai und BMW – je nach Region sind diese unterschiedlich stark vertreten. 

Eine andere Studie des niederländischen Autoleasing- und Fuhrparkmanagement-Unternehmens Leaseplan besagt, dass vor allem jüngere Fahrer ein Interesse an Alternativen zu Benzinern und Diesel-Autos haben. 60 Prozent der Befragten in der Gruppe der 18- bis 34-Jährigen geben an, sich für einen Stromer zu interessieren. Bei den 35- bis 60-Jährigen sind es 36 Prozent und in der Generation 60plus nur noch 29 Prozent.  

„Auch dieses Ergebnis spiegeln unsere Zahlen nicht wider“, sagt Thiess Johannssen. „Hier zeigt eine Auswertung unserer Versicherten, dass Menschen ab einem Alter von Ende 40, vor allem diejenigen zwischen 50 und 60 Jahren ein E-Auto besitzen und bei uns versichern.“ Die Leaseplan-Befragung zeigt auch den Grund für die Entscheidung zugunsten eines Elektroautos. Das seien bei über der Hälfte der jungen Fahrer geringere CO2-Emissionen und geringere laufende Kosten. Ferner geben unabhängig vom Alter 70 Prozent der Befragten an, das Auto lieber als andere Transportmittel zu nutzen.  

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Zum umweltfreundlicheren Elektroauto passt eine grüne Kfz-Versicherung

Da viele Menschen also gern Autofahren, bietet ihnen ein Elektroauto eine umweltfreundlichere Alternative zu den Verbrennern. Noch einen Schritt weiter könnten Autobesitzer mit ihrer  [link_ad url=“https://adfarm1.adition.com/redi?sid=4372336&kid=5062681&bid=15975373″]Kfz-Versicherung[/link_ad] gehen, wenn auch diese einen nachhaltigen Aspekt böten. 

„Vermittler, deren Kunden eine Kfz-Versicherung bei ihnen abschließen, wissen also, ob sie Wert auf nachhaltiges Fahren und somit wahrscheinlich auch auf ein nachhaltiges Leben insgesamt legen. Vermutlich wissen diese Kunden allerdings gar nicht, dass es Kfz-Versicherungen mit grünen Anteilen gibt und fragen gar nicht danach“, meint Johannssen.  

Wenn sie davon wüssten, würden sie wahrscheinlich zu ihrem E-Auto auch die nachhaltige Kfz-Versicherung abschließen. „Diese Kunden gezielt auf die Absicherung ihres Autos anzusprechen, wird bestimmt von Erfolg gekrönt sein – und gleichzeitig kann sich der Vermittler bei seinen Kunden als Ansprechpartner für das immer wichtiger werdende Thema Nachhaltigkeit auch in der Versicherungswelt etablieren“, so Johannssen.  

 

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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